Yamaha sorgt in französischem Showmax-Filmhaus für „postmodernen" Sound

Im TV- und Spielfilmstudio "Postmoderne" sorgt Yamaha für den richtigen Ton zum Bild.


In Vanves südwestlich der französischen Hauptstadt Paris befindet sich die hochmoderne TV- und Spielfilm-Produktionseinrichtung Postmoderne. Hier sorgt Yamaha-Equipment dafür, dass Fachleute aus der Branche den Ton der Filme ebenso genießen können wie die Bilder.
 
Postmoderne ist Teil der Produktions-Firmen-Gruppe Riff - und die erste Einrichtung, die das Showmax-Cinema-System nutzt. Showmax stützt sich auf eine unperforierte Leinwand und spezielle Schallwandler, um eine wesentlich bessere Bild- und Audioqualität zu erreichen, als dies in herkömmlichen Kinos möglich ist.  
 
Ein wichtiger Bestandteil des Systems ist das Yamaha-Equipment, welches aus einer digitalen Mixing-Engine vom Typus DME64N und acht Leistungsverstärkern - drei PC4801N, drei PC6501N, einem PC3301N und einem PC9501N, besteht.
 
Showmax wurde von Pierre Vincent (siehe Foto) mit der Zielsetzung entwickelt, die Bild- und Tonqualität im Kino maßgeblich zu verbessern. Er ließ sich seine Erfindung weltweit schützen.
 
Normale Kino-Leinwände haben Millionen von kleinen Löchern, durch welche die Mitten und Höhen des Filmtons gelangen. Von weitem betrachtet erscheinen solche Leinwände eher blassgrau als weiß, worunter die Leuchtkraft des Bildes, seine Schärfe, seine Farbbrillanz und auch seine Detailtreue leiden.  
 
Zwar gelangt fast die gesamte Schallenergie durch die Leinwand, aber eben nur fast, denn ein Teil wird von ihrer Rückseite und mit einer leichten Verzögerung wieder nach vorne reflektiert, wodurch störende Kammfilter-Effekte entstehen. Insbesondere die hohen Frequenzen leiden, wodurch eine gleichmäßige Beschallung des Zuschauersaals Probleme verursacht.
 
Pierre Vincents Lösung für das Problem besteht aus einer unperforierten Leinwand und optimierten Höhen/Mitten-Flach-Schallwandlern für die Kanäle L, R und C, die etwa auf halber Höhe der Leinwand an diese angebracht werden. Die tiefen Frequenzen werden ganz normal über traditionelle Bassboxen abgestrahlt.
 
Um einen geschlossenen Sound bei L-, C- und R-Satelliten und den Surround-Kanälen zu erreichen, wurden letztere über Fostex-Koaxial-Lautsprecher (100 x 100 Grad) in speziell angefertigten Dipol-Gehäusen umgesetzt, die im ganzen Raum verteilt wurden.
 
Derzeit gibt es weltweit zehn Showmax-Kinos, acht in Frankreich, eines in der schwedischen Hauptstadt Stockholm und eines in Hollywoods Postproduktions-Einrichtung FotoKem in Burbank, USA. Solche speziellen Anlagen wie die Postmoderne sind für den Erfolg der Showmax-Technik von großer Bedeutung.
 
Da die Soundqualität bei Showmax eine zentrale Rolle spielt, wurde kein schwaches Glied im Signalpfad akzeptiert. Es bot sich also an, für den Transport der Audiosignale vom neuen AMS-Neve-DFC-Mischpult zu den Lautsprechern eine digitale Mixing-Engine und Leistungsverstärker von Yamaha zu nehmen.
 
Die Endstufen sind für eine der anspruchsvollsten Aufgaben überhaupt zuständig. Absolute Präzision und eine exakte Steuerung sind hier Pflicht. Die PC6501N-Modelle versorgen die Tiefen und Mitten der Kanäle L/C/R, die PC4801N-Modelle die L/C/R-Höhen und Surround-L/R. Der PC3301N versorgt die hinteren L/R-Surroundlautsprecher und der PC9501 die Subwoofer. Alle Verstärker im Verbund stellen sicher, dass die digitale Audioanlage ihr Leistungsvermögen voll ausschöpft.
 
Das gesamte Audiosystem wird von einer Yamaha DME64N verwaltet. Das Gerät kommt dank seiner Leistungsmerkmale nicht nur hier in Vanves, sondern in allen Showmax-Kinos zum Einsatz. Die DME64N verarbeitet auf hochpräzise Weise Signale mit 24 Bit/96 KHz und wird somit dem 7.1-Surround-Standard gerecht. Die Engine kann sehr präzise justiert werden und stellt auf jedem Kanal einen parametrischen Equalizer sowie eine Laufzeitanpassung zur Verfügung.

 

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