Trveheim 2018 - Das Festival von Fans für Fans

Im Jahr 2017 fand das Trveheim-Festival um die jungen Organisatoren und ihre Helfer erstmals auf dem Hausler Hof in Hallbergmoos statt. 2018 feierten die Crew, die Bands und natürlich auch die Fans aus aller Welt zum dritten Mal das Festival in ländlicher Umgebung – wieder im Hausler Hof.

Auf dem Gelände des Hausler-Hof in Hallbergmoos geht es schon früh los: mit den ersten Sonnenstrahlen sieht man die Crew-Mitglieder des Trveheim e.V. über das Gelände laufen, in der Halle wird die Bühne hergerichtet – Ton- und Lichttechnik wird installiert und per Testlauf kontrolliert. In den Barbereichen wird geputzt, die Plastikbecher mit dem Trveheim-Logo bereitgestellt und die Kühlschränke aufgefüllt.

Zum dritten Mal in Folge findet das Trveheim-Festival statt – das Heavy Metal-Festival von Fans für Fans. Dieses Jahr findet es, wie bereits im Vorjahr, auf dem Hausler-Hof in Hallbergmoos statt. Das zugehörige Areal ist groß, es gibt genug Platz für die Camping-Gäste, Parkplätze für die Autos der Anreisenden und einen Badesee.

Der Backstage-Bereich wurde verlegt: im Jahr 2017 bestand dieser Bereich aus einem großen Zelt direkt neben der Halle, wo sich die Crew-Mitglieder und Künstler aufhalten konnten. In diesem Jahr ist es etwas anders aufgebaut.
Der große hölzerne Pavillon dient als Backstage-Bereich, dort steht der Kühlwagen mit Getränken und den Lebensmitteln für Frühstück, Mittag- und Abendessen. Ein Kühlschrank steht auch da, daneben Biertische mit Kaffee, einem Grill und weiteren Utensilien wie Zucker, Kaffeepulver, Servietten und mehr. Baustrahler sollen abends für das Licht sorgen, wenn die Bands nach ihrem Auftritt Backstage noch ein Bier trinken oder etwas essen wollen. Natürlich auch die Crew-Mitglieder.

Die Helfer-Campingplätze grenzen direkt an den Holzpavillon, sodass jeder mit seinem Zelt genügend Platz hat und direkt weis, wo er hin muss. Ein großes, dreigeteiltes Zelt dient als Umkleiden und Stauraum für die Bands und ihr Equipment, hauptsächlich den Instrumenten und dem mitgebrachten Merchandise, welcher an einem separaten Stand verkauft wird.

Konstantin Kárpáty läuft über das Gelände zur Halle, in der Hand ein Walkie-Talkie über das die Helfer an den verschiedenen Stationen kommunizieren. Er hat sein rotes Trveheim-Shirt an, unter dem Logo steht fett „Crew“ – so weis jeder, dass er zu den Organisatoren gehört oder zumindest weis, an wen man sich mit seinem Anliegen wenden kann. Wie im letzten Jahr sind auch Marius Gilgenrainer, Daniel Junker und Lennart Hammerer mit dabei. Und es gibt noch etwas, das anders ist als im vorherigen Jahr: die Band SKULLWINX wird auftreten. Das ist die Band der Trveheim-Jungs.

Außerdem hilft Lennart in der Band Iron Thor als Gitarrist aus, was ihn überaus mit Stolz erfüllt. Es ist alles gut organisiert, jeder weis, was er zu tun hat. Jeder weis, wo er was findet. Am Einlass vorne wird der Pavillon aufgebaut – die ersten Gäste stehen schon auf dem Parkplatz und warten darauf, dass sie zum Camping-Platz können. Die Sonne scheint, es ist recht warm.

Am Abend sorgt Lennart noch für musikalische Untermalung, da noch keine Live-Bands auftreten. Die bereits angereisten Gäste aus allen möglichen Ländern feiern bereits am Einlasstag ausgelassen und freuen sich auf zwei Tage Heavy Metal. Viele bekannte Gesichter aus dem letzten Jahr sind dabei, die meisten haben sich bereits 2017 für das Trveheim Vol. 3 angekündigt.

Sound und Licht im Einklang

In der Halle wird die Lichtanlage noch einmal getestet, ebenso die Tontechnik. Das Tonmischpult steht diesmal nicht unten vor der Bühne, sondern oben neben dem Lichtmischpult. Benedikt Mahr von ETC sitzt an seiner Lichtkonsole und checkt noch mal nach.
Schon im Vorjahr hat er für die perfekten Lichtsetzungen und beeindruckende Lichteffekte gesorgt. Er freut sich, auch in diesem Jahr mit dabei sein zu dürfen und ist seit der ersten Stunde in seinem Element.

Den Tontechniker kennt man auch vom letzten Trveheim: Eric Gerlacher sorgt dafür, dass die Bands guten Sound haben – auf und vor der Bühne. Er sitzt lässig an seinem Tonmischpult und drückt auf den Knöpfen herum. Während des Soundchecks der ersten Band ist Eric hochkonzentiert, schaut immer wieder nach unten auf die Bühne, ob ein Bandmitglied einen Wunsch bezüglich des Tons hat. Alle strecken den Daumen in die Luft, der Ton passt – es kann losgehen.

Are you ready to rock?

Nachdem die Bars aufgestockt sind, der Merchandise-Stand aufgebaut ist und die ersten Gäste in die Halle geströmt sind, geht es auch schon los. Das mittlerweile mehr schlecht als rechte Wetter ist den Heavy Metal-Fans herzlich egal – schließlich sind die Konzerte ja in der Halle. Und auch trotz des Regens stehen viele draußen im Biergarten-Bereich des Hausler-Hofs und stoßen an. Hauptsache die Stimmung passt und man kann gemütlich feiern.

Über die zwei Tage des Festivals verteilt treten unterschiedliche Bands auf, beispielsweise Axe Crazy, Iron Thor, Q5, Mindless Sinner und Satan. Und auch SKULLWINX fetzen auf der Bühne ihren Sound in die Menge – den Bandmitgliedern sieht man hier nicht mehr an, wie schwer die Arbeit der letzten Tage war. Hier sind sie ausgelassen, feiern mit den Fans und zeigen was sie draufhaben.

Die meisten Bands bleiben nach ihrem Auftritt noch und sehen sich die nachfolgenden Bands an. Ein paar von ihnen haben allerdings einen straffen Zeitplan, das kaum Spielraum bleibt – nach dem Auftritt alle Instrumente ins Auto und ab dafür. Trotzdem bleibt die Stimmung unter den Fans und der Trveheim-Crew gut, die Show läuft super.

Trotz der vielen Gäste aus aller Welt bleibt es friedlich, man prostet sich mit Bier zu und unterhält sich – über Musik, Bands, Festivals. Da wollen sehr viele wiederkommen, weil es so viel Spaß macht. Weil das hier eine Art zuhause für den Heavy Metal ist – Fans feiern mit Bands, was will man mehr?

Am Sonntag zeigt sich nach zwei regnerischen Tagen wieder ein wenig die Sonne. Die meisten Festival-Gäste packen kurz nach dem Aufstehen ihre Zelte zusammen und räumen das Feld – aber nicht ohne vorher das Frühstück zu genießen.
Und auch die Trveheim-Crew sitzt im Backstage-Bereich beim Frühstück, es wird über die Auftritte geredet und über die gute Stimmung während der vergangenen zwei Tage. Alle sind zufrieden, organisatorisch lief alles wie geschmiert. Der Crew merkt man während der Aufräum-Aktion nicht wirklich an, dass sie einige Nächte mit wenig Schlaf auskommen mussten. Die Laune ist gut, auch wenn das Festival jetzt vorbei ist.

Wiedersehen in 2019

„Wir wollen es nächstes Jahr wieder genauso aufbauen. Der Backstage-Bereich mit dem Pavillon und den Umkleide-Zelten hat super funktioniert, jeder wusste, was er zu tun hat. Wieder mal ein gelungenes Festival – ich freue mich schon auf’s nächste Jahr“, sagt Konstantin Kárpáty, während er die Ärmel seines Crew-Pullovers hochkrempelt.

So langsam bricht auch bei einigen Trveheim-Helfern die Aufbruchstimmung aus. Die meisten Zelte auf dem Helfer-Campingplatz sind schon abgebaut worden und liegen entweder im Backstage oder werden zu den Autos getragen. Die Abgrenzungen zwischen den Bereichen werden abgebaut, jeder packt mit an.

Man kann davon ausgehen, dass es im Jahr 2019 im Hausler-Hof wieder ordentlich was auf die Ohren gibt – denn viele Gäste, die mit ihrem Gepäck an der Crew vorbeilaufen, rufen laut ein Auf Wiedersehen und versprechen, nächstes Jahr wieder mit dabei zu sein.

www.trveheim.com


Diesen Beitrag kann übrigens in der pma-Ausgabe 08/18 nachgelesen werden!