Tonmeister haben Anspruch auf Urheberrechtsvergütung

Ein Gericht hat beschlossen: Tonmeister sind Urheber. Seit 2007 bietet ihnen der Verein VG Bild-Kunst daher Geld. Den Anspruch macht keiner geltend.

Der Verband Deutscher Tonmeister e.V. (VDT) hat gemeldet, dass Tonmeister für ihre Film- und Fernsehmischungen Urheberansprüche bei der VG Bild-Kunst geltend machen können. Diese stellt seit 2007 – als Folge eines Gerichtsurteils – jährlich ein Prozent der Ausschüttungssumme bereit. Nach Angaben des VDT zahlt die VG Bild-Kunst das Geld nicht aus, da es keine Anträge gebe.

Die VG Bild-Kunst, ein Verein zur Wahrnehmung von Urheberrechten, muss die Berechtigung im Einzelfall prüfen. Dies gilt für alle Mischtonmeister, die in Film und Fernsehen tätig sind. Anderen Tongewerken steht frei, ihren urheberechtlichen Anspruch anzumelden und prüfen zu lassen.

Mischungen anmelden

Um von den Ausschüttungen zu profitieren, muss man Mitglied in der Berufsgruppe III der VG Bild-Kunst werden: Mitglieder können ihre Filmmischungen online oder postalisch anmelden – dies ist auch rückwirkend möglich. Die VG Bild-Kunst klärt deren urheberrechtliche Relevanz und zahlt gegebenenfalls die Urheberrechtsvergütung an den Berechtigten aus.

Im Zuge der Digitalisierung werden laut VDT urheberrechtliche Leistungen zunehmend pauschalisiert abgegolten. Wenn die Berufsgruppe der Tonmeister ihren gestalterischen Status festigt, soll sie von den Auszahlungen profitieren können.

www.tonmeister.de