TiMax Tracker bei „Marie Antoinette“-Musical

Die Europa-Premiere war akustisch geprägt durch quellenorientierte Beschallung, die mittels TiMax Tracker und TiMax Delay-Matrix durchgeführt wurde.

Sechzehn Schauspieler trugen Miniatursender mit Breitband-Radarsendefrequenzausstrahlung, die durch sechs Empfangssensoren, die um den Bühnen- und Publikumsbereich installiert waren, lokalisiert wurden. Die TiMax Trackersoftware führt eigenständig die Kalibrierung der Senderlokalisierung durch, bildet den Raum im 3D-Modus ab und zeichnet den Standpunkt der Künstler dynamisch ein.  Die Lokalisierungsdaten werden mittels MIDI an die TiMax Showcontrol-Software weitergeben.



Die Delay-Matrix-Einstellungen mit den vier TiMax Referenzpunkten DSL, DSM, DSR, und US wurden mit einer Reihe von Messungen und akustischen Proben durchgeführt.  Um das System inmitten des regen Probenbetriebs innerhalb weniger Tage voll funktionsfähig zu bekommen, war der TiMax Anteilseigner Robin Whittaker mit Programmierhilfe und Rat und Tat präsent.



Die TiMax Showcontrol Software interpretierte die Lokalisierungsinformation und sandte die relevanten Delay-Befehle zur TiMax-Matrix, um den Bewegungen der Künstler (mit DPA4061 Mikrofonen) auf der Bühne in Echtzeit zu folgen.  TiMax wurde dann zwischen die Direct Outs der Soundcraft Vi6 Konsole und dem Yamaha DME64 Prozessor geschaltet.  Dieser wiederum steuerte drei Meyer M1D Arrays über dem Proszenium, die nach links, rechts und Mitte getrennte Vokalwiedergabe gewährleisteten.  Zusätzlich waren an Lautsprechersystemen im Einsatz:  Meyer Sound M’elodie Lautsprecher, gehängt, für die Bandwiedergabe, ein Paar CQ Lautsprecher für die äußeren Zuhörerbereiche und vier einzelne Mid-Lautsprecher für Front Fills.

 

Erklärung zu den Abkürzungen:
•    DLS= Down Stage Left
•    DSM= Down Stage Middle
•    DSR= Down Stage Right
•    US= Up Stage

 

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