SSL goes live: Solid State Logic Live L300 im Hands-on Test

Mischkonsolen von Solid State Logic (SSL) sind Legenden im Tonstudio-Bereich. Unlängst hat SSL nun auch Live-Konsolen im Programm und bringt damit den berühmten SSL-Sound auf die Bühne.

Kaum ein Hersteller von Premium-Mischpulten ist in Tonstudios weltweit so stark vertreten wie Solid State Logic (SSL) aus Oxford. In den weltberühmten Abbey Road Studios, in denen die Beatles und Pink Floyd ihre Welthits produzierten, ist eine Konsole der 9000er-Serie zu finden. Die Broadcast-Tauglichen 5000er Modelle finden sich bei Disney und in den Skywalker Sound Studios, in denen das Sounddesign der Star Wars Filme entstand.

Inzwischen ist die Firma mit Peter Gabriel in Besitz eines weltbekannten Musikers. Begehrt sind die aktuellen Produkte bei den Toningenieuren wegen ihres charakteristischen Sounds und der Flexibilität, da SSL geschickt die digitale Arbeitsumgebung mit den Klanglichen Vorteilen der Analogtechnik verbindet.

Natürlich bedeutet höchstmögliche Flexibilität auch, dass die Bedienung der Studiokonsolen recht komplex ist. Es sind Pulte für Profis, die alle Möglichkeiten und sehr viel Freiraum für verschiedene Arbeitsweisen lassen. Ein erster Blick auf die Live-Mischpulte bestätigt die Annahme, dass dieses Konzept übertragen wurde.

Aber was bedeutet das für die Arbeit in der Live-Situation, eine äußerst zeitkritische und personalintensive Anwendung? Ist eine Konsole dieser Art im Rental-Bereich sinnvoll, wo viele unterschiedliche Techniker damit arbeiten?

Wir sind auf die Suche nach Antworten gegangen und haben Lars Lüdemann und eine SSL L300 in die Redaktion eingeladen. Lüdemann ist Live Sound Specialist bei der Mega Audio GmbH, die alle SSL Live-Konsolen in Deutschland vertreibt.

I/O und Processing

Die SSL Live-Konsolen sollen dem Engineer höchstmögliche Flexibilität für alle erdenklichen Setups und Einsatzgebiete ermöglichen. Um das zu gewährleisten können die Pulte von Grund auf den Anforderungen der Produktion angepasst und nach den Wünschen des Bedieners konfiguriert werden.

Um Produktionen jeder Größenordnung umsetzen zu können, ist es möglich das L300 mit 568 Ein- und Ausgängen zu versehen. Bei einem Anschluss per Dante sind sogar 600 I/Os möglich. Direkt am Pult sind 14 Mic-/Line-Inputs, 2 Talkback Mic-/Line-Inputs, 12 Line-Outputs, 4 Headphone-/Monitor-Outputs und 4 AES/EBU I/O-Paare verfügbar. Alle weiteren Ein- und Ausgänge können in der Standardkonfiguration über die vorhandenen drei optischen und den einen koaxialen MADI-Port-Paaren angeschlossen werden. Die MADI-Paare können als vier redundante oder als acht einzelne I/O-Ports genutzt werden. Ein weiterer MADI-Port ist als Effekt-Loop beispielsweise für ein Waves SoundGrid System reserviert.


Die L500 bietet 976 bzw.1.008 Ein- und Ausspielwege. On-Board bietet sie die gleichen Analogen I/Os, die jedoch um weitere 16 Mic-/Line-Inputs und 16 Line-Outputs erweitert werden können. AES/EBU I/Os können auf acht Paare erweitert werden. Zwei redundante koaxiale MADI-Ports können auf vier erweitert werden. Dazu sind zwei optische Ports vorhanden. Ebenso der Effekt-Loop. Ohne Redundanz stehen hier also bis zu 12 MADI-Ports zur Verfügung.

Die Prozessorleistung der L300 bietet 192 sogenannte Paths, also softwareseitige Ein- und Ausgangskanäle. Dabei sind 144 Full-Paths und 48 Dry-Paths. Die Full-Paths bieten volles Audio-Processing mit Equalizern, Filtern und Dynamics für Input-Channels, Auxwege, Masters und Matrix-Kanäle. Ein Dry-Path bietet einen nackten Ein- oder Ausgang ohne Bearbeitungsmöglichkeit zum Beispiel für Direct-Outs. Ein gutes Stück mehr Leistung bietet das L500 mit 208 Full- und 48 Dry-Paths. In der Summe ergibt das 256.

In der L300 können die Paths als maximal 144 Full- und 48 Dry Channels, 36 Full- und 12 Dry-Stem-Groups, 96 Full und 24 Dry-Auxes sowie 12 Full- und 6 Dry-Masters konfiguriert werden. Eine 4 x 32 Matrix mit 36 Processed Outputs steht zur Verfügung ohne dafür Paths zu verbrauchen. Wieviele der Paths bereits in Verwendung sind und wieviele noch belegbar sind, zeigt eine übersichtliche Anzeige im Console-Configuration-Screen.

Zusätzlich sind auch zwei Solo-Busse mit vollem Processing verfügbar, die PFL, AFL und Solo-In-Place schaltbar sind. Auf einen Ausgang geschaltet können die Busse beispielsweise auf einem Monitor-Lautsprecher ausgegeben werden. Sie können jedoch nicht in Auxwege, Gruppen oder Masters geroutet werden. Das entspräche auch nicht ihrem eigentlichen Verwendungszweck.

Zu den Kanal-Effekten in den Full-Paths stehen 45 Effekt-Typen zur Verfügung, die in maximal 48 Instanzen in Kanal-, Gruppen-, Aux- oder Master-Inserts gelegt werden können. Dafür stehen sechs Effekt-Racks mit je 8 Modul-Slots bereit. Mit der L500 sind 16 Slots pro Rack nutzbar, also insgesamt 96 Instanzen. Jeder Slot stellt einen Input und einen Output, wahlweise Mono oder Stereo, sowie wenn vom Effekt unterstützt, einen Key-Eingang zur Verfügung. Effekt-Ketten sind selbstverständlich auch möglich.

Das Routing der Full-Paths lässt fast jede erdenkliche Kombination zu. Effekte können verschoben werden, Abgriffpunkte fast völlig frei gewählt und Sends können neben Pre- und Post-Fader auch Pre und Post EQ bzw. Dynamics geschaltet werden: Maximale Flexibilität.

Outboard und Connectivity

Die Standardübertragung von den Stageracks zur Konsole läuft über MADI-Verbindungen. Alternativ kann die Konsole auch über eine MADI-Bridge an ein Dante-IP-Audio-Netzwerk angeschlossen werden. In unserer Demo-Konfiguration waren zwei ML 32.32 Stageboxen verbaut.

Die analoge Stagebox ML 32.32 bietet 32 SSL SuperAnalogue Mic-/Line-inputs sowie 32 Line-Outputs. Somit sind Technik und Sound der aktuellen SSL-Studiokonsolen wie der SSL Duality auch im Live-Bereich einsetzbar. Die Preamps sind voll fernsteuerbar, inklusive der Schaltung für die Phantom-Power.

Die AD/DA-Wandlung findet in der Stagebox statt. Alle digitalen Signale werden auf einem redundanten Paar MADI-Outputs zum Pult übertragen. Ein weiteres Paar MADI-Outs steht für die Verbindung mit einer zweiten SSL-Konsole bereit, um beispielsweise ein FoH- und Monitor-Pult mit der Stagebox zu beschicken.

Als Option kann ein Panel auf der Rückseite des Stage-Racks angebracht werden, auf dem die Mikrofoneingänge als Mic-Outs gespiegelt sind, um beispielsweise eine Analog-Konsole oder Recorder ohne MADI- bzw. Dante-Eingänge zu speisen. Dabei wird das Signal vor den Preamps abgegriffen, jedoch mit der Phantom-Power übertragen.

Des Weiteren steht eine digitale Stagebox zur Auswahl. Die D 32.32 bietet 16 AES/EBU Ein- und Ausganspaare in XLR ausgeführt. Natürlich ist Sample-Rate-Conversion ebenso Standard wie die redundanten MADI-Ports zur Übertragung an das FoH-Pult, Monitor-Konsolen oder Recorder, wie auch bei der analogen Variante.

Mit diesen Optionen, die natürlich frei kombinierbar sind, bietet SSL ein relativ frei skalierbares System, das so ziemlich alle denkbaren Anwendungsmöglichkeiten einer Großformat-Konsole abdeckt. Zur Sicherheit während der Produktion sind die Stageboxen mit einem redundaten zweiten Netzteil ausgestattet. Ebenso wie die Konsole selbst.

Bedienoberfläche und Workflow

Äußerlich ist die L500 ein wenig größer und bietet eine Faderbank, Fader Tile genannt, mit zwölf Faderzügen mehr als die L300. Das und die nebeneinander statt übereinander angeordneten Channel Control Tile und Focus-Fader- mit Master-Sektion lassen die L300 deutlich kompakter wirken. In Zahlen ausgedrückt ist die L500 119,1 cm breit, die L300 nur 92,3 cm. Mit 81 Kg ist die L300 auch neun Kilo leichter als die große Schwester.

Die Bedienoberfläche der L300 ist in vier Bereiche unterteilt. Auf den beiden Bereichen in der unteren Hälfte befinden sich zwei Fader-Tiles, im oberen, leicht abgeschrägten Bereich findet sich links der 19-Zoll-Bildschirm und rechts der Channel-Control sowie der Focus-Fader- und Master-Tile.

Der Multitouch-Bildschirm ist mit 600 Nits hell genug um auch im Außeneinsatz perfekt ablesbar zu sein. Das gilt auch für die hintergrundbeleuchteten Taster. Für Theater-Anwendungen oder solche, die eine Aufstellung des Pults im Sichtbereich des Publikums benötigen, kann das Display (sowie die Taster) auch gedimmt werden. Noch heller ist der Bildschirm des L500 mit 1.500 Nits Leuchtdichte.

Die Bedienung per Gestensteuerung ist intuitiv und genau, was vor Allem bei der Steuerung der Equalizerkurven von Vorteil ist. Einziger kleiner Wermutstropfen ist die etwas langsame Reaktion des Bildschirms auf die Eingabe. Ein Punkt, der sich jedoch mit einem kommenden Update der Software erledigt haben könnte.

Steuerbar ist auf dem Display so gut wie jede Funktion der Konsole. Die Bedienung per Touchscreen ist jedoch nicht der einzige Weg. bei diesem Pult führen mehrere Wege zum Ziel. Im ersten Moment mag das verwirren, aber so ist für jeden Anwender der optimale, persönliche Workflow möglich.

Mit eindeutig beschrifteten Tasten ist der Zugriff auf die Ansichten der Kanalbanken (Channel View), des einzelnen Kanals mit allen Routings und Effekten (Overview), das Setup, die Automation und die Matrix möglich. In den jeweiligen Untermenüs sind alle Einstellungen der Konsole mit wenigen Klicks erreichbar.

Fader-Tiles

Die Fader-Tiles sind mit je zwölf Motorfadern versehen. Neben den Fadern zeigen LED-Meter-Bars den Eingangspegel bzw. Ausgangspegel des Kanals, die Gain-Reduction des Kanal-Kompressors und den Status des Noise-Gates an. Mute- und Solo-Taster schalten den Kanal ab oder auf einen der Solo-Busse. Per Select-Taster wird der Kanal – wie üblich bei Digitalmischpulten – zur Bearbeitung selektiert. Die Q-Taste im Kanalzug bringt alle mit dem Kanal verbundenen Kanäle in den Fader-Tile. Ist z.B. der Main-Vocal-Kanal auf eine Stem-Gruppe geroutet und zwei Auxwege füttern Effektgeräte mit dem Vocal-Signal, bewirkt ein Druck auf die Q-Taste, dass neben dem Vocal-Kanal-Fader die Kanäle für den Stem-Bus und die jeweiligen Auxwege angezeift werden. Ein weiterer Druck auf Q lässt diese wieder aus der Ansicht verschinden. Ein äußerst praktisches Tool um bei größeren Projekten schnell von einem Kanal auf z.B. seinen Auxweg oder Bus zu gelangen.

Die dreizeiligen Label-Screens zeigen neben den Kanalnamen auch weitere Informationen zum Kanalzug an. So zum Beispiel zum Routing, ob der Kanal Mono oder Stereo konfiguriert ist oder welcher Hardware-Kanal zugrunde liegt – je nach Bedarf.

Die Quick-Controls, bestehend aus drei Tastern und einem Endlos-Encoder, können je nach Einstellung verschiedenen Aufgaben übernehmen. Von der Kontrolle der Preamp-Gains, der Aux-Sends, Master- und Stem-Kontrolle, bis hin zur Einstellung des Equalizers oder der Dynamics ist vieles möglich. Über einen Quick-Scroller mit eigenem Label-Screen ist die Auswahl der Quick-Control-Funktion möglich.

Neben den Kanalfadern können die Faderbänke gewählt werden. Jede Bank ist mit einem eigenen Labvel-Screen beschriftet. Fünf Bänke pro Fader-Tile sind vorgesehen. So sind 120 Kanalzüge direkt erreichbar.

Channel-Control- und Master-Tile

Im Channel-Control-Tile sind die meisten Funktionen des aktiven Kanalzugs durch Hardware-Regler und Taster (Die Regler fungieren bei Druck darauf als Taster). bedienbar. Auf einem eigenen kleinen Display werden die Parameter wie beispielsweise die Equalizerkurven angezeigt.

So ist es nicht erforderlich die Einstellungen auf dem großen Touch-Display vorzunehmen. Nichtmal die Ansicht des Haupt-Bildschirms muss zur Bearbeitung verändert werden. Wer also lieber an Potis dreht als auf dem Bildschirm zu ziehen, kann das auch. Eine weitere Möglichkeit seinen eigenen Workflow auf der Konsole durchzusetzen.

Zum Channel-Control-Tile gehört auch der im Master-Tile angeordnete Focus-Fader. Dieser ist immer mit dem Fader des gewählten Kanals verbunden. So muss der momentan selektierte Kanalzug nicht mal auf den Fader-Tiles angezeigt sein, um ihn zu bearbeiten.

So können die Fader-Tiles beispielsweise die Kanäle der Orchester-Sektion anzeigen, mit dem Focus-Fader wird jedoch gerade die Stem-Gruppe des Orchesters bearbeitet.

Die Master-Sektion beinhaltet die Kontrollen der Solo-Busse, den Master-Fader, die User- und Mute-Gruppen-Master sowie einen Bereich zur Kontrolle der Pult-Automation. Ein kleines numerisches Keyboard unterstützt bei der Eingabe von Werten, beispielsweise bei Fade.-Zeiten im Automations-Menü.

Show Management und Automation

Bisher hat sich das Grundkonzept der Konsole klar herauskristallisiert: Alles ist möglich. Und das bestätigt das Show-Management und die Automation der Konsole noch einmal mit Nachdruck. Hier alle Möglichkeiten zu erläutern würde jeden Rahmen sprengen, also versuchen wir uns kurz zu fassen:

Showfiles können auf der internen HDD der Konsole, sowie auf USB-Sticks gespeichert werden. Die Sessions sind zwischen den Konsolen kompatibel. Ein Showfile einer L300 kann problemlos auf eine L500 übertragen werden. Dafür sorgt ein eigener Compatibility-Mode, der nicht vorhandene Outboard-Konfigurationen und nicht ausreichende DSP-Leistung anzeigt und die jeweiligen Channels/Paths deaktiviert – wird beispielsweise eine Show von einer L500 auf eine L300 geladen.

Das Automationsmenü ist äußerst umfangreich. Hier ist alles möglich, was das Engineer-Herz begehrt. Die Automation ist entweder im Theater- oder Concert-Modus konfigurierbar. Im Theatermodus werden die angewählten Szenen sofort abgefeuert, im Concert-Modus erst nach einer weiteren Bestätigung.

Wie bei einer Theatertauglichen Konsole vorausgesetzt kann der User genau entscheiden, welche Paramter gespeichert, überschrieben und aufgerufen werden. Fade-Zeiten für viele Parameter machen ein sanftes überblenden zwischen den Szenen möglich. Alles ist möglich – was allerdings auch zu einer gewissen Komplexität des Systems führt.

Steuerbar ist die Automation nicht nur durch die Pultoberfläche, sondern auch per MIDI oder beispielsweise Drucksensoren oder Lichtschranken an den GPIO-Schnittstellen (General Purpose Input and Output).

Und noch viel mehr...

Auch dieser ausführliche Artikel kratzt nur an der Oberfläche der Möglichkeiten. Das Pult kann wirklich außergewöhnlich viel und die Funktionen sind auf vielen Wegen erreichbar. Ergänzend gibt es noch anzumerken, dass das Pult auch mit der Windows-Software SOLSA offline konfiguriert werden kann. So ist es dem Engineer möglich zu Hause oder im Büro ein Setup zu erstellen und per USB-Stick auf die Konsole zu übertragen.

Ein sinnvolles Gimmick ist die Sicherheitsfunktion einiger Einstellungen wie beispielsweise der Solo-In-Place-Funktion: Um diese zu aktivieren muss der Taster dafür für ca. drei Sekunden gedrückt werden. Ein versehentliches aktivieren der Funktion ist also schwer möglich. Hier hat man mitgedacht. Wer mehr Übersicht benötigt kann einen zusätzlichen Bildschirm an die Konsole anschließen. Touch-Steuerung wird hier allerdings nicht angeboten. Ebenso sind Tastatur und Maus anschließbar. Als weitere Option zum Ausbau der Pult-Konfiguration ist ein Remote-Expander erhältlich. Dieser bietet ein zusätzliches 19-Zoll-Touch-Display und drei Fader-Tiles.

Hilfe bei Konfiguration und Bedienung ist jederzeit mit einem Knopfdruck möglich. Die komplette Bedienungsanleitung der Konsole ist auch auf dieser gespeichert und kann jederzeit abgerufen werden. Ein großer Vorteil bei einem Pult mit dieser Funktionsvielfalt.

Fazit

Zum Klang braucht man nicht viel zu sagen. Es ist eine ausgewachsene SSL. Transparenz und Dynamik stehen hier im Vordergrund. Was die Konfigurations-Möglichkeiten angeht, spiet das Pult in der Champions League. Mit 256 Paths (L500) werden nahezu alle erdenklichen Produktionsgrößen abgedeckt. Trotzdem sind die Pulte, vor allem das hier getestete L300 äußerst kompakt.

Dass bei der Bedienung so viele verschiedene Wege zum Ziel führen macht die Konsole einerseits sehr flexibel, andererseits natürlich nicht einfach zu bedienen. Ob die Pulte in einer Festival-Konfiguration mit mehreren Technikern pro Tag am Pult die richtige Wahl wären, ist eher fraglich. Durch die schier unendlichen Möglichkeiten ist die SSL-Live-Serie jedoch ein guter Tour-Begleiter. Einmal in das System eingearbeitet ist quasi alles drin. Rider-Tauglich ist das System wegen seiner noch nicht allzu weiten Verbreitung noch nicht. Aber das ist ein Punkt, der sich schnell ändern kann.

Meiner Meinung nach ist das System geradezu optimal für Theater, Musical und das große Live-Show-Event. Die durchdachte und ausführliche Automation und das Show Management sind optimal für diese Anwendungen.

Am Ende zählt natürlich das Ergebnis – das was aus der Beschallungsanlage kommt – und das ist dank SSL-Technik und der vielfältigen Bearbeitungsmöglichkeiten absolut High-End.


SSL L300 und L500 im Einsatz


Auf der aktuellen „Gleisdreieck“-Tour von Joy Denalane waren
je eine L300 und eine L500 im Einsatz. Wir haben mit Denalanes
FoH- und Monitor-Engineers Richard Ojijo und Toni Kern gesprochen.


Den Artikel finden Sie in der pma Ausgabe 4/2017.