Simtec setzt für neuen Simulator Meyer Sound Systeme ein

Ein überzeugend echtes Fluggefühl – die Simtec Systems GmbH setzt für den Flugsimulator FUNRIDE 30 ein Beschallungssystem von Meyer Sound ein.

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Wer in eine ganz andere Welt eintauchen möchte, geht zur Simtec Systems GmbH aus Braunschweig. Wenn ein Unternehmen, das auf die Entwicklung und den Bau von hydraulisch arbeitenden Bewegungssystemen zur Flug- und Fahrsimulation und für Testsysteme spezialisiert ist, ein Fahrgeschäft mit 3D-Projektion baut, dann wird es nicht nur sehr unterhaltsam, sondern vor allem auch sehr beeindruckend und realistisch.

Das richtige Beschallungssystem für den FUNRIDE 30

Genauso beeindruckend und sehr realistisch musste also auch das Soundsystem für den Simulator sein. Im neuen FUNRIDE 30 der Simulations-Spezialisten von Simtec fliegt nun ein Beschallungssystem von Meyer Sound mit. Der FUNRIDE 30 ist ein geschlossener Kabinensimulator mit 3D-Projektion und dreißig Sitzplätzen, annähernd quaderförmig, mit einer Grundfläche von circa 6 mal 7 Metern, einer Höhe von etwa vier Metern.
Dieser Albtraum eines jeden Toningenieurs ist sehr beweglich: mit 6DoF genauer gesagt - „6 Degrees of Freedom" bedeutet: beweglich nach vorne und hinten, nach oben und unten, von rechts nach links und per Rotation um die drei lotrechten Achsen.

„Wir haben uns bei der Auswahl des Beschallungssystems relativ früh festgelegt, um das Soundsystem in den Engineering-Prozess einplanen zu können. Dazu mussten Gewichte, Abmessungen und Platzierungen bekannt sein", erklärt Andreas Stickel, Director Business Development bei der Simtec Systems GmbH.
Dementsprechend akribisch musste die Vorauswahl erfolgen. Also wurde ein maßgetreuer Probeaufbau errichtet, um zusammen mit dem Kunden das ideale Beschallungssystem zu spezifizieren und die Optionen für die unbedingt erforderliche, schallabsorbierende Dämmung aufzuzeigen.

„Klar war, dass die Auswahl an Systemen, die im Hinblick auf Baugröße, Leistung und Gewicht in Frage kamen, relativ begrenzt war, und klar war auch, dass es hallig sein würde, weshalb die Absorber von vornherein eingeplant waren", erklärt Robert Ekelhof, zuständiger Projektleiter bei Simtec.

Der Probeaufbau & die Umsetzung

Lennart Peitz von LP Service aus Braunschweig, der seit 2014 als Berater für das Audio-Video-Segment von Simtec tätig ist, hatte fünf Systeme in Betracht gezogen, von denen zwei in die Endauswahl kamen und im Probeaufbau getestet wurden. Die Entscheidung fiel auf Grund des Klangerlebnisses auf ein System aus 2 x Amie-Sub und 5 x UPM-1P von Meyer Sound. Eine in mehrfacher Hinsicht ungewöhnliche Kombination. „Ohne die intensive Unterstützung von Meyer Sound, die ausführlichen Informationen und die zuverlässige Simulation mit MAPP wäre diese Kombination nicht zustande gekommen. Zumal der Amie-Sub ganz neu war und Meyer Sound ihn damals extra für die Demo aus Kalifornien geliefert hat", so Lennart Peitz.

Die UPM-1P wurden in den vier Ecken des FUNRIDE 30 und mittig über der Leinwand installiert. Dass die Wahl auf UPM Lautsprecher mit breitem Abstrahlwinkel fiel, erklärt sich aus dem begrenzten Platzangebot im FUNRIDE. „Wir mussten mit jedem einzelnen Lautsprecher eine Coverage für den ganzen Raum erreichen, es ist ja Surround-Sound, der muss aus einer ortbaren Quelle kommen, und jeder Lautsprecher läuft mit eigener Audiospur. Wir konnten uns nicht auf den 'golden Seat' in der Mitte konzentrieren, sondern mussten den ganzen Sitzbereich bespielen. Da haben wir lieber Reflexionen in Kauf genommen, die man wieder beheben kann."

Und dieser Sitzbereich aus vier Sitzreihen mit sechs, sieben, acht und neun Sitzplätzen ist ein wesentlicher Teil der Dämmung. Gerade auch was die Subwoofer betrifft, die unterhalb der Leinwand auf die Fahrgäste gerichtet eingelassen wurden. „Die Welle steht im Raum", sagt Lennart Peitz. „Und so verrückt es klingt, die Sitze und die Fahrgäste spielen als Absorber eine wesentliche Rolle."

Die Wahl von Meyer Sound als Problemlösung

Mit der Entscheidung für das self-powered System von Meyer Sound war auch ein anderes, durchaus komplexes Problem vom Tisch. „Wir haben auch passive Systeme angedacht, ein aktives aber bevorzugt. Alles andere wäre aufwendiger in der Realisierung gewesen. Dennoch war am Ende die Klangqualität entscheidend", so Andreas Stickel.
Bei einem passiven System hätten die Endstufen außerhalb der Bewegungsplattform installiert und entsprechend verkabelt werden müssen. Eine Inneninstallation hätte wertvollen Platz gekostet und darüber hinaus erfordert, dass die Lüfter und Platinenhalterungen der externen Endstufen den Beschleunigungskräften der Plattform standhalten. Bei der Software, die das Bewegungssystem des FUNRIDE 30 steuert, handelt es sich um eine Simtec-Eigenentwicklung mit einer Schnittstelle zum Wings-Vioso-Medienserver, über den auch die Lautsprecher angesteuert werden.

Der Soundtrack für den vom Auftraggeber für den FUNRIDE 30 produzierten Film wurde im Studio für die UPM-Amie-Konstellation vor-abgemischt und in Katar – direkt in der Kabine des FUNRIDE 30 - mit dem fertig installierten Meyer Sound System end-abgemischt.

Lennart Peitz ist den FUNRIDE 30 Probe gefahren und berichtet von einem überzeugend echten Fluggefühl mit butterweicher Landung und tollem Sound. Und Andreas Stickel fasst es so zusammen: „Wenn zwei Firmen, die für allerhöchste Ansprüche stehen - wir auf dem Simulatormarkt und Meyer Sound bei Beschallungssystemen - zusammen ein neues Produkt kreieren, dann ist das der ,perfect fit'.