Sicher mit WIcreations auf der Stadiontour von Beyoncé und Jay-Z

Der Spezialist für Unterhaltungselektronig, WIcreations, wurde gebeten, an zwei speziellen Elementen zu arbeiten: einer Moving / Tracking-Videowand und einem Star-Lift. Dies sollte für die „On The Run II“-Stadiontour von Sängerin Beyoncé und Rapper Jay-Z entworfen werden.

Zu der gesamten Hardware, Software und den maßgeschneiderten technischen Elementen, lieferte WIcreations auf der administrativen Seite zusätzlich eine umfassende Risikobewertung für szenische Bewegungen an das Management der Tour, zusammen mit den maschinentechnischen Dateien und vollständigen Benutzerhandbüchern, welche das gesamte System abdecken.

„Da die Automatisierung in Unterhaltungsanwendungen immer wichtiger wird, ist Sicherheit der wichtigste Aspekt, den es zu beachten gilt“, betont Gründer und Eigentümer von WI, Hans Willems, der ebenfalls alle Automatisierungsanforderungen übernahm.

Obwohl der Star-Lift technisch nicht in den Geltungsbereich der Maschinenrichtlinie fällt, weil er die Leistung von den Leistungsträgern verbessern sollte, wurde er auch unter Anwendung der gleichen strengen Standards wie für das Videowand-Verfolungssystem bewertet. Die komplette Dokumentation wurde von BLUMANO zur Verfügung gestellt und beinhaltete Benutzerhandbücher, eine Risikobeurteilung, DGUV-17 (BGV-C1) Systemzulassung für Deutschland, D.lgs. 81/08 Allegato V-Zertifizierung für Italien und ein StageDB.com-Paket für technische Dokumentation mit allen Inspektionszertifikaten und Konformitätserklärungen für jedes Maschinenteil.

Der Prozess beinhaltete die Erstellung von Dokumentationen basierend auf detaillierten Maschineninspektionen, wodurch die Sicherheit und Konformität der Installation mit den höchsten Industriestandards sichergestellt wurde.
WI’s Beteiligung folgte einer erfolgreichen Zusammenarbeit, die für das gleiche Produktionsteam auf Beyoncés 2016er „Formation“-Welttournee arbeitete. Bei dieser Tour wurde die technische Expertise dazu genutzt, um das massive „Monolith“-Set zu bewegen. Die „On The Run II“-Tour schloss eine europäische Sektion ab, bevor es für den Rest des Sommers und den frühen Herbst in die USA zog.

Es war außerdem das Tournee-Debüt des brandneuen proprietären MCA-Automationssteuersystem von WIcreations, mit dem sowohl der Lift als auch eine Reihe von Videotafeln gesteuert wurden, die sich um eine ovale Bahn bewegten. Dies wurde betrieben und auf der Tour von Sam Melotte geleitet, die eine vierköpfige Automatisierungscrew anführte.

Die Videowand bestand aus 12 unterschiedlich geformten und großformatigen Abschnitten, die auf einer vollständig oval geformten WI-Schiene entlang der Oberseite und einer in den Gerüstboden eingelassenen Bodenschiene verlaufen. Die gesamte Bühnenarchitektur änderte sich, indem diese Abschnitte in verschiedene Positionen auf der Strecke wechselten.
Die Aufgabe des Designers war es, mit einer großen Leinwand zu beginnen und daraus eine Art große Öffnung zu entwickeln, um die substantielle Künstlerwand dahinter zu zeigen. Hans von WI kam auf die Idee, das Video auf der Bühne zu verfolgen und das Video-Space-Frame-System als Struktur zu verwenden, um den Bildschirm bei starkem Wind zu stabilisieren.
In diesem Fall war der Bildschirm sehr transparent – für coole Durchleuchtungseffekte – und die Konstruktion auf diese Weise minimierte die Anzahl der Teile, die für den Zusammenbau und De-Rig benötigt wurden. Dies gewährleistete extrem schnelle Ein- und Ausfahrten.

„Der herausfordernde Teil ging von einem Standard-Space-Frame-Videosystem aus“, erklärte Hans, aus dem er dann ein spezielles Rigging-System für die Montage der Videobildschirme und die Übertragung dieser auf die Tracking-Dollies entwerfen musste.
Unter Verwendung von Hubwerken mit variabler Geschwindigkeit und der neuen MCA-Pad-Steuerung von WIcreations baute die Videobesatzung zuerst die Bildschirme, dann übernahm die WI-Automatisierungscrew den MCA-Desk, um den sicheren Übergang von den Bildschirmrahmen zu den LED-Sektionen zu ermöglichen.

Die Konstruktion des Bildschirms mit dem variablen Hubwerk anstelle der Verwendung von regulären Hebezeugen ist ein Prozess, der sich als außergewöhnlich reibungslos und sicher erwiesen hat und ohne dass die LEDs in jedem Modul beschädigt wurden. Dies war auch eine große Zeitersparnis auf der Tour.
Jede Spalte des Bildschirms lief auf dem Standard-WI-Tracking-Dolly-System, jedoch waren diese mit einem hydraulischen Balance-System ausgestattet, um die Bildschirme auf den Spuren zu halten. Dadurch wurde sichergestellt, dass die Bewegung und Formung unendlich variiert werden konnte – die Videobildschirme konnten auch alle als eine einzige zusammenhängende „flache“ Videooberfläche für ausgewählte Teile der Show verwendet werden.

Damit das gesamte System in kurzer Zeit funktionieren und geliefert werden konnte, war es für WIcreations, StageCo und PRG Projects wichtig, eng zusammenzuarbeiten. Der Zugriff auf den großen Automationsbestand von WI half zudem bei der Einhaltung der Fristen. Die beiden Stars legten auf dem Star-Lift einen dramatischen Bühneneingang hin und spielten auch mehrere Male während des Sets auf ihm. Er lief auf einer vertikalen I-Beam-Spurführung, die als Teil der Struktur an der Wand angebracht war. Boogie-Radscheiben an Stahldrähten wurden mit der Wiege der Hebebühne verbunden und an der anderen Seite der Wand befanden sich zwei doppelt gekettete 2500Kg-Vari-Speed-Hebebühnen, um die Wiege sicher und sanft auf und ab bewegen zu können.
Die Doppeltkettenzüge sorgten für perfekte Synchronisation, damit die Plattform immer flach blieb. Der Lift wurde von demselben WI MCA-System gesteuert, welches von Sam betrieben wurde.

Bei den In- und Outs wurde die Automatisierung aus praktischen Gründen mit zwei Automationsdesks und einen Satz WI-Racks links und rechts geteilt, die dann für die Show verlinkt wurden. Sam wurde von einer fabelhaften WI Crew, bestehend aus Stefan „Xumi“ Schumacher, Miroslav Kusik, Robert „Robo“ Crbjan und Kyle Smith, begleitet und unterstützt.


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