Schiffstaufe in Hamburg: ASC stattet AIDAprima aus

Seit dem 7. Mai bahnt sich ein neuer Stahlkoloss seinen Weg durch die Meere: Auf dem 300 Meter langen Kreuzfahrtschiff AIDAprima können Passagiere bestaunen, was heute trotz Wellengang showtechnisch möglich ist.

Der Hafengeburtstag Hamburg zieht jedes Jahr etwa eine Million Menschen an. In das diesjährige Programm hat man für den 7. Mai die Taufe des neuen Schiffs von AIDA Cruises aufgenommen: Emma Schweiger, die Tochter des Schauspielers Til Schweiger, taufte das Schiff auf den Namen AIDAprima. Die Amptown System Company GmbH (ASC) verantwortet das Engineering-Konzept für Licht, Ton, Entertainment-IT, Kommunikation und Steuerung.

Das veranstaltungstechnische Herzstück des 300 Meter langen und knapp 38 Meter breiten Kreuzfahrtschiffs ist das Theatrium, welches mit einer neuen Rundbühne, LED-Technik, Flugwerken und einer interaktiven schwebenden LED-Kugel ausgestattet ist. ASC baute zudem eine Infrastruktur auf, die Audiosignale über ein glasfaserbasiertes Optocore-Netzwerk auf dem Schiff verteilt. In einer geschlossenen Ringstruktur werden Bereiche wie das Theatrium, der Beach Club und das TV über Optocore verbunden. Schiffsweit wurden Komponenten der Analogserien V3R und X6R von Optocore installiert.

ASC setzte erstmalig eine RTS-ADAM-M-Intercom-Matrix als Kommandosystem ein. Es ermöglicht eine Punkt-zu-Punkt-Kommunikation der Teilnehmer. Die Anbindung der Audio- und Kommandosignale erfolgt sowohl analog als auch digital. Die Mediennetzwerk-Architektur OMNEO von RTS realisiert den digitalen Teil. OMNEO nutzt Standard-TCP-IP-Netzwerke. So können installierte RTS-Intercom-Sprechstellen und weitere mobile Sprechstellen an das Intercom-System angeschlossen werden.

Bühnenkommunikation

Für die drahtgebundene Bühnenkommunikation ist ein RTS-TW-Partyline-Sytem mit 15 BP-325-Beltpacks und 12 WMS-300-Wandsprechstellen mit der zentralen Intercom-Anlage verbunden. Ein RTS-Radiocom- UHF-Voll-Duplex-Intercom-System soll die Drahtloskommunikation sichern. Es besteht aus drei installierten BTR-800-Basisstationen sowie 2 TR-825- und 9 TR-800-Drahtlosbeltpacks.

Eine besondere Herausforderung war laut ASC, die Beltpacks schiffsweit nutzen zu können. Als Lösung setzte das Systemhaus das glasfaserbasierte HF-Distributionssystem WIBER von TheWirelessWorks ein.

Beschallung

Die Hauptbeschallungsanlage im Theatrium besteht aus 20 Meyer-Sound-MINA-Compact-Curvilinear-Array-Lautsprechern und 2 Meyer-Sound-1100-LFC-Low-Frequency-Control Elementen. Die ASC-Ingenieure passten die Aufhängungen der Line Arrays an die Bedürfnisse des Kreuzfahrtschiffes an: Die Line Arrays haben unten Anschlagpunkte, um dem Cluster mehr Stabilität bei Seebewegungen zu geben.

Die Meyer Sound 1100-LFC-Einheiten liegen – wie alle Subwoofer auf dem Schiff – auf einem von ASC gebauten Fundament. Dieses ist mittels Dämpfungseinheiten von dem Schiffskörper getrennt, um eine Körperschallübertragung auf den Stahl zu minimieren. Ergänzt wird die Beschallung durch 9 Meyer-Sound-UP4-XP-Aktivlautsprecher, die ASC als Frontfills in die Bühnenvorderkante integrierte.

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