Sascha Grammel tourt mit Sennheiser MobileConnect

Derzeit läuft die Pilotphase des neuen Streaming-Systems MobileConnect. Hersteller Sennheiser will damit auch Hörgeschädigten Live-Veranstaltungen barrierefrei zugänglich machen.

Die Streaming-Lösung MobileConnect läuft seit Monaten in deutschen Theatern und sorgt in Pilotprojekten für eine Hörunterstützung. Das System, das Live-Audiosignale per WLAN auf Smartphones überträgt, ist nun erstmals bei einer Tourneeproduktion zum Einsatz gekommen: Am 1. Dezember 2015 absolvierte Puppet-Comedian Sascha Grammel eine von vier aufeinander folgenden Shows im ausverkauften Berliner Tempodrom. Das Solo-Programm „Keine Anhung“ war als „Sondervorstellung für Gehörlose und Gebärdensprachnutzer“ ausgewiesen. Technische Neuerung war ein MobileConnect-System von Sennheiser, das sich aus der ConnectStation CS1-M und einem daran angeschlossenen Access Point zusammensetzte.

Sennheiser stellte hierzu ein Lightweight-Rackbag auf. An den Streaming-Server wurde der Access Point angeschlossen. Dieser sorgte für eine Abdeckung über die Fläche des Tempodrom-Innenraums und übertrug die Hörunterstützung auf die Apps.

In Echtzeit übertragen

Von Gästen mit eingeschränkter Hörfähigkeit wurde das MobileConnect-Probierangebot nach Angaben von Sennheiser gerne angenommen. Ihre Smartphones – Android oder iOS – dienten als Empfänger für die Übertragung in Echtzeit. Grammel sagte: „Wir bemühen uns schon seit Jahren um die Inklusion gehörloser und gehörgeschädigter Menschen bei etlichen meiner Aktivitäten.“ MobileConnect scheine das Showerlebnis zu erleichtern.

Bei Grammels Auftritten wurde zur Beschallung ein Line-Array-System herangezogen. Wichtig für die Ortung war das ergänzende Center-Cluster. Randplätze wurden mit Outfills adressiert, Nearfills entlang der Bühnenkante versorgten die ersten Stuhlreihen. Gäste mit Ohrhörern sowie MobileConnect-App konnten sich laut Sennheiser unabhängig von ihren Sitzplätzen an einem gleichbleibend-präsenten Klangbild erfreuen.

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