Prüfstelle mahnt Veranstaltungssicherheit an

Vor dem Hintergrund der schweren Unfälle beim Aufbau für das Madonna-Konzert in Marseille und beim Countrymusic-Festival in Edmonton (Kanada), weist der DPVT auf die besonderen Gefahren bei Veranstaltungen hin.

 „Veranstaltungen werden immer schneller und immer größer, bei gleichzeitig enormem Kostendruck“, stellt DPVT-Geschäftsführer Konrad Kraemer fest. „Zudem wird die Licht-, Ton- und Bühnentechnik immer aufwändiger. Dadurch steigt das Gefährdungspotential ständig an.“


Dabei ist es nach Einschätzung von Fachleuten völlig egal, ob die Bühne in Marseille oder München, in Nowosibirsk oder in Nürnberg steht. Auch Veranstaltungstechnik-Aufbauten für Messen, TV-Shows oder DAX-Hauptversammlungen seien betroffen, so Florian von Hofen, Geschäftsführer des Branchenverbandes VPLT (Verband für Professionelle Licht-, Ton und Veranstaltungstechnik e.V.).  „Wir hängen heute tonnenschwere Lasten für Beleuchtung und Beschallung in die Decken unserer Veranstaltungsräume. Da können schon kleine Fehler eine fatale Wirkung entfalten.“


Veranstaltungen in Deutschland seien vor Unfällen keineswegs gefeit, denn die Technik sei heute weltweit „globalisiert“. Immerhin gibt es hierzulande aber ein System, mit dem sich die Veranstaltungstechnik-Dienstleister ihre Qualität zertifizieren lassen können. Dafür kommen Sachverständige in die Firmen und zu deren Veranstaltungen, prüfen nach einem einheitlichen Standard den Zustand des Equipments, interne Abläufe, Qualifikation der Mitarbeiter, Arbeitssicherheit sowie die Einhaltung von Normen und Vorschriften.


Unisono fordern die Branchenvertreter ihre Auftraggeber auf, sich nicht nur am Preis, sondern zuerst an Qualität und Sicherheit zu orientieren.
„Dann bleiben uns solche Tragödien hoffentlich erspart“, so von Hofen.

 

www.dpvt.org