pma Basics: Bühnenmikrofone – Einsatz und Unterschiede

Wir finden, es ist an der Zeit, mal wieder das Grundwissen – die Basics – aufzufrischen. Und was für den Profi eine gute Wiederholung ist, das hilft den Kollegen aus anderen Gewerken ein Stück mehr vom „großen Ganzen” der Produktion zu verstehen. Thema heute: Bühnenmikrofone.

Welches Mikro nimmt man am besten für die Bassdrum? Wie kommen die Toms knackig und wuchtig rüber? Und wie überträgt man die akustische Gitarre optimal? Was im Studio gut funktioniert, ist live nicht unbedingt der Kracher.

So hat man es auf der Bühne in der Regel mit Bodenmonitoren, Drumfills und Sidefills zu tun, falls kein In-Ear-Monitoring-System (IEM) zur Verfügung steht. Aus diesem Grund ist das Rückkopplungsproblem eines der zentralen Themen bei der Mikrofonauswahl und deren Positionierung auf der Bühne. Während man sich bei der Mikrofonwahl im Studio ausschließlich auf den Klang konzentrieren kann, spielen live auch andere wichtige Faktoren eine Rolle.

Was nützt der glasklare Sound eines hochwertigen Kondensatormikrofons, wenn die akustische Gitarre nur mit einem hohen Rückkopplungsrisiko auf die Monitore zu bekommen ist? Was bringt der ausgewogene, nuancenreiche Vocalsound, wenn die Stimme in der Front nicht zu hören ist? Gerade in kleineren Clubs müssen oft viele Kompromisse eingegangen werden, um alle Anforderungen einigermaßen zufrieden zu stellen.

Da sind einerseits die Musiker auf der Bühne, die sich möglichst gut hören wollen. Andererseits sollen natürlich die Zuhörer im Saal mit einem optimalem Klangbild versorgt werden – schließlich haben sie für das Konzert bezahlt und erwarten eine gute Performance. Dann ist da noch der Zeitfaktor – für eine ausgiebige Einstellung und die optimale Abstimmung aller Komponenten ist nur in den seltensten Fällen Zeit vorhanden.

Die Mikrofonauswahl

Die Mikrofonauswahl auf der Bühne ist also immer ein Kompromiss, mit dem man alle Anforderungen möglichst gut unter einen Hut bekommen muss. Gerade der Club- oder Kneipengig in einer relativ kleinen Location ist diesbezüglich eine echte Herausforderung, da die unterschiedlich lauten Schallquellen auf der Bühne zu einem homogenen Klangbild zusammengefügt werden sollen.

Das Drumset mit der brüllend lauten Snare braucht eigentlich gar keine Verstärkung und der Gitarrenamp ist ebenfalls nicht zu überhören. Auf der anderen Seite haben wir den Sänger, dessen Stimme ohne kraftvolle Verstärkung gegen die laute Übermacht von Drums, Bass und E-Gitarre keine Chance hätte. Auch Instrumente wie die akustische Gitarre oder die Percussions sind auf eine Verstärkung angewiesen. Um bei der Suche nach den geeigneten Mikros zu helfen, geben wir hier einige Kriterien an die Hand, die ein gutes Live-Mikrofon erfüllen sollte:

Dynamische Mikrofone

Nach wie vor werden auf der Bühne vorwiegend dynamische Mikrofone eingesetzt. Dynamische Mikros funktionieren im Grunde genommen wie ein Fahrraddynamo. Die Mikrofonmembran und die auf der Rückseite angebrachte Spule werden vom Schalldruck zu Schwingungen angeregt. Ein Permanentmagnet erzeugt das Magnetfeld, in das die Spule eintaucht. Dadurch wird in der Tauchspule eine Spannung induziert, die als Nutzsignal am Ausgang des Mikros zur Verfügung steht.

Tauchspulenmikrofone haben ein deutlich höheres Membrangewicht, wodurch die Impulsübertragung leidet. Anders ausgedrückt: Ein dynamisches Mikro überträgt hochfrequente Schallimpulse schlechter als ein Kondensatormikro – wird aber eben auch nicht von jedem kleinen Schallimpuls angeregt. Deshalb sind viele dynamische Mikros unter nicht optimalen Beschallungsbedingungen etwas gutmütiger als Kondensatormikrofone und koppeln nicht ganz so schnell. Nicht ohne Grund hat sich das Shure SM58 mit dynamischer Kapsel als Standard-Bühnenvokalmikro durchgesetzt.

Kondensatormikrofone & Bändchen

Das Wandlerelement eines Bändchenmikrofons besteht aus einem dünnen Aluminiumbändchen, das sich im Magnetfeld bewegt. Durch die extrem dünne Membran sind Bändchenmikrofone nicht sehr robust – man sollte Bändchenmikros nicht fallen lassen, einen wirksamen Poppschutz verwenden und Phantompower vom Mikro fernhalten (!). Außerdem haben die meisten Bändchenmikros eine Achtercharakteristik, wodurch sie für den Live-Einsatz nicht unbedingt gut zu gebrauchen sind.

Kondensatormikrofone hingegen werden auf der Bühne immer mal wieder eingesetzt, zum Beispiel für die Abnahme der Becken oder als Vocalmikro für den anspruchsvollen Sänger – gerade auf großen Bühnen. Kondensatormikrofone, wie das AKG C 391 oder das Sennheiser e 914 werden auch auf der Bühne gern für die Abnahme der Hi-Hat oder der Schlagzeugbecken genommen.

Beim Einsatz eines Kondensatormikros sollte man jedoch darauf achten, dass das Mikro eine frequenzstabile Richtcharakteristik hat, da es sonst schnell zu Rückkopplungen kommt. Einige günstige Kondensatormodelle erfüllen diese Anforderung nicht zufriedenstellend und erzeugen dadurch schnell Feedbacks.

Richtcharakteristik

Die Rückkopplungsempfindlichkeit eines Mikrofons hängt nicht nur vom Wandlerprinzip ab – auch die Richtcharakteristik spielt eine entscheidende Rolle. Die meisten Mikros, die im Live-Bereich eingesetzt werden, haben entweder Nieren- oder Supernierencharakteristik. Mikrofone mit Nierencharakteristik nehmen den Schall von vorn sehr laut auf und bedämpfen rückwärtig einfallende Signale am stärksten. Demgegenüber liegen bei Supernierenmikros die Winkel maximaler Bedämpfung bei 125°, bzw. 235° - also von schräg hinten links und rechts. Die Bodenmonitore sollten bei Super- oder Hypernieren immer auf die Seite des Mikrofons ausrichten, welche die stärkste Bedämpfung aufweist. In diesem Fall wird das Monitorsignal vom Mikro sehr stark bedämpft, wodurch sich Rückkopplungen vermeiden lassen.

Durch eine andere Richtcharakteristik bekommt das Mikro nicht nur eine veränderte Richtwirkung, sondern auch einen anderen Sound. Der Nahbesprechungseffekt vieler Supernierenmikrofone ist deutlich ausgeprägter als man es von Nierenmikros gewohnt ist. Dadurch klingt die Stimme voller und dunkler, wenn in ein Supernierenmikrofon mit sehr kleinem Mikrofonabstand gesungen wird. Deutlich zu hören ist dieser Effekt beim Shure Beta58 mit Supernierencharakteristik. Gegenüber dem Nierenmikro Shure SM58 klingt das Beta58 kräftiger und präsenter.

Deshalb macht es oft Sinn, der Sängerin mit einer nicht so durchsetzungsfähigen Stimme ein Supernierenmikro, wie zum Beispiel das Sennheiser e 945 oder das Shure Beta58 zu geben. Der männliche Shouter hingegen setzt sich tendenziell mit einem Nierenmikrofon besser

Maximaler Schalldruck

Ein gutes Bühnenmikro muss hohe Schalldrücke verarbeiten können, ohne dass es einen nennenswerten Klirrfaktor erzeugt. Insbesondere bei der Abnahme von Bassdrum und Snare werden Schalldrücke bis 140 dB SPL erzeugt und da legt so manches Kondensatormikro die Ohren an. Aber auch ein Sänger in Ekstase kann ein Mikro mit zu niedrigem Grenzschalldruck schon zum Zerren bringen.

Auch aus diesem Grund werden für die Bühne sehr gern dynamische Mikros eingesetzt, da dieser Mikrofontyp mit sehr hohen Schalldrücken belastet werden kann, ohne dass es zum Clipping kommt. Immer wenn es laut wird, dann sind Tauchspulenmikrofone ihren Kondensatorkollegen prinzipbedingt überlegen, da dynamische Mikrofone keinen eingebauten Vorverstärker haben, der die Dynamik des Mikrofons limitiert.

Dabei gilt es jedoch ein weit verbreitetes Vorurteil auszuräumen: Kondensatormikrofone werden durch zu hohen Schalldruck nicht zerstört, etwa indem die Membran reißt. Um einen solchen Schadensfall zu produzieren, muss man schon den Schalldruck eines startenden Space-Shuttle auf die Membran donnern lassen.
Das Kondensatormikro rasiert jedoch aufgrund der begrenzten Versorgungsspannung von 48-Volt-Phantompower ab einer bestimmten Aussteuerungsgrenze die Spannungsspitzen des Audiosignals einfach ab, wodurch dann hässliche Verzerrungen entstehen.

Wenn man sich nicht sicher ist, ob das Mikro lauten Schallquellen gewachsen ist, sollte man die technischen Daten des Herstellers anschauen: Wenn der Hersteller einen Grenzschalldruckpegel von ca. 140 dB SPL oder höher angibt, ist man vor Übersteuerungen ziemlich sicher.
Für diese Weisheit braucht man kein Lehrbuch: Ein Mikrofon für den Live-Betrieb muss was wegstecken können. So manches altgediente Vocalmikro sieht aus, als ob ein LKW darüber hinweg gefahren wäre, liefert aber einen glasklaren Sound.

Wenn das Mikro nach dem ersten Sturz vom Ständer den Dienst quittiert, dann ist es für den Live-Einsatz eher ungeeignet. Auch in dieser Beziehung sind dynamische Mikros ihren Kondensatorkollegen überlegen. Die Membran eines Tauchspulenmikrofons ist nicht so filigran und hält einiges aus, bevor sie reißt. Elektronische Bauteile oder Platinen sind im dynamischen Mikro auch nicht vorhanden, sodass auch keine Wackler an den Lötkontakten entstehen können.

Bühnensetup

Nachdem wir uns die technischen Kriterien für die Mikrofonwahl angeschaut haben, wollen wir zwei typische Konzert-Szenarien beleuchten. Da wir hier nur die Basics besprechen wollen, lassen wir Szenarien wie Orchesterproduktionen oder Broadcast-Szenarien absichtlich außen vor.
In den meisten Fällen haben wir es also mit einer kompletten Band zu tun, die auf die PA gebracht werden muss. Dafür bekommt jedes Instrument auf der Bühne sein eigenes Mikro – mit Ausnahme des Bassisten, dessen Instrument meist über eine DI-Box direkt ins Mischpult gespielt wird.
Ein zweites wichtiges Setup ist das für einen Singer-Songwriter, der für seine Stimme und die akustische Gitarre eine Verstärkung braucht.

Band

Die klassische Besetzung einer Rockband besteht aus einem Sänger, dem Gitarristen, dem Bassisten und einem Schlagzeuger. In einigen Stilrichtungen wird dieses Standard-Setup noch um einen Keyboarder, die Bläsergruppe oder einen Percussionisten erweitert.

Der Sänger ist das Aushängeschild der Band und sollte ein Mikro bekommen, das den Gesang ganz vorn platziert. In der Regel hat der Sänger keinen eigenen Verstärker, der seine Stimme wiedergibt. Er ist also voll und ganz auf das Monitorsignal angewiesen, das die Bodenmonitore vor ihm wiedergeben. Das Bühnen-Vocalmikrofon sollte also seine Stimme präsent und laut abbilden, aber keine Rückkopplungen erzeugen. Hier haben sich dynamische Modelle, wie das Sennheiser e 835, das AKG D7 oder das Shure SM58 durchgesetzt. Für besonders anspruchsvolle Sänger gibt es jedoch auch hochwertige Kondensatormodelle, wie das Neumann KMS 105 oder das Sennheiser e 965, welche die Stimme mit all ihren Nuancen wiedergeben.

Die E-Gitarre prägt bei vielen Bands in entscheidendem Maße den Sound und bestimmt die stilistische Ausrichtung der Musik. Deshalb kommt dem Sound der Gitarre eine besondere Bedeutung zu – nicht nur, wie der Amp auf der Bühne klingt, sondern viel wichtiger: Wie klingt die Gitarre in der PA?

Aus diesem Grund kommt der Mikrofonierung des Gitarrenamps eine große Bedeutung zu. Die Klassiker unter den Gitarrenamp-Mikrofonen sind die beiden dynamischen Modelle Shure SM57 und das Sennheiser MD 421. Meist wird das Mikro mit einem Abstand von 2 bis 3 cm zum äußeren Rand der Lautsprecherkalotte auf den Speaker gerichtet, sodass sich weder ein zu schriller, noch ein zu dumpfer Sound ergibt. Wenn möglich, sollte man den Gitarrenamp etwas erhöht aufstellen, damit keine ungewollte Bassanhebung in Bodennähe entsteht.

Der Amp sollte auf die Bühne und nicht ins Publikum hinein strahlen, damit der FoH-Engineer den Sound über das Mischpult kontrollieren kann. Macht dem Gitarristen klar, dass der Sound in der PA umso besser ist, je geringer die Bühnenlautstärke seines Amps ist. Auf diese Weise kann der Mischer die Gitarre in den Mix integrieren und muss nicht gegen ein brüllend lautes Direktsignal vom Amp auf der Bühne anarbeiten. Die Bühnenmonitore können den Bühnensound dabei unterstützen.

Der Bassist wird meist mit einer DI-Box direkt ans Mischpult gedockt. Wenn dennoch eine Mikrofonabnahme gewünsht ist, kann man ein typisches Bassdrum-Mikrofon wählen, wie zum Beispiel das AKG D 112 oder das Sennheiser e 902. In diesem Fall hat man dann einen etwas lebendigeren Bass-Sound, aber eben auch ein Mikro mehr auf der Bühne, welches das Leben in puncto Rückkopplung schwerer macht. Auch der Bassist sollte angehalten werden, seinen Amp nicht auf Vollanschlag aufzudrehen, da dann eine ähnliche Problematik wie beim zu lauten Gitarrenamp entsteht: Der FoH-Mischer kann den Sound nicht kontrollieren.

Drums

Besondere Aufmerksamkeit braucht man bei der Abnahme des Drumsets, da dieses Instrument meist mit mehreren Mikrofonen abgenommen werden muss. Gleichzeitig ist der Sound des Drumsets entscheidend dafür, wie die Band insgesamt rüberkommt und ob der nötige Druck auch auf das Publikum übertragen werden kann.

Die Bassdrum bekommt meist ein dynamisches Großmembranmikro, wie zum Beispiel das Shure Beta52, ein Audix D6, ein Sennheiser e 902 oder das AKG D112. Wenn ihr das Mikro am Resonanzfell-Loch aufbaut, sodass es in den Bassdrum-Kessel hineinschaut, dann bekommt man meist einen Sound, der alles hat was man für eine knackige Kickdrum braucht.

Die Snare wird meist von oben und unten mit je einem dynamischen Mikrofon abgenommen, zum Beispiel dem Shure SM57. Aber auch andere Modelle, wie das Beyerdynamic M 201 TG oder das Sennheiser e 905 kommen für die Abnahme der Snare in Frage.

Gerne werden auch Clipmikrofone, wie das Sennheiser e 904 oder das Beyerdynamic TG D58 eingesetzt, da sie sehr schnell und praktisch am Spannring der Snare befestigt werden können.

Das Snare-Mikrofon richtet man von oben im Abstand von ca. 2 bis 5 cm auf den Rand des Schlagfells. Damit das schnarrende Geräusch des Snare-Teppichs ausreichend im Klangbild vertreten ist, kann man die Snare nicht nur am Schlagfell, sondern auch von unten abnehmen. Beim unteren Mikro wird meist die Phase im Mischpult gedreht, da die beiden Mikrofone in entgegengesetzte Richtungen schauen. Sonst kommt es zu Phasenauslöschungen, die sich insbesondere im Bassbereich deutlich bemerkbar machen.

Die Hi-Hat wird auch auf der Bühne gern mit einem Kondensatormikrofon abgenommen, um ein möglichst seidiges Klangbild zu erhalten. Dazu richtet man ein Kleinmembran-Kondensatormikro auf den Rand des oberen Hihat-Beckens, sodass das Mikro von schräg oben auf das Becken schaut. Doch Vorsicht: Wenn man mit dem Mikro in den Bereich zielt, wo die Hi-Hat-Becken beim Schließen zusammenkommen, dann erzeugt das Mikro heftige Popplaute. Der Luftzug, der zwischen den beiden Hi-Hat-Becken entweicht führt dazu, dass ein empfindliches Kondensatormikrofon kräftige Störgeräusche abgibt. Also entweder einen Poppschutz verwenden oder weit weg vom Luftzug!

Die Toms bekommen je ein Clipmikrofon, wie zum Beispiel das Sennheiser e 604 oder das Beyerdynamic TG D35. Ähnlich wie bei der Snare werden die Clipmikros am oberen Spannring des Toms befestigt, sodass sie im Abstand von 2 bis 5 cm auf den Rand des Schlagfells zielen. Wenn die Toms zu stark wummern, sollte der Drummer das Fell ein wenig bedämpfen, zum Beispiel mit Moongel Pads. Es macht auf jeden Fall Sinn, wenn die Toms mit einem Gate bearbeitet werden, damit die Kanäle geschlossen bleiben, wenn der Drummer die Toms nicht spielt. Auf diese Weise sorgt man für einen sauberen Sound und gleichzeitig wird die Rückkopplungsgefahr etwas reduziert.

Singer-Songwriter

Auch der Sänger mit einer akustischen Gitarre ist eine Konstellation, mit der wir es auf der Bühne immer wieder zu tun haben. Wenn der Musiker sich auf der Gitarre selbst begleitet, braucht er beide Signale auf dem Monitor.
Deshalb ist die Mikrofon-Abnahme der Akustik-Gitarre auf der Bühne immer eine heikle Sache: Wenn man die Westerngitarre mit einem Mikro abnimmt, dann sind Rückkopplungen leider meist vorprogrammiert. Da sich der Bodenmonitor in diesem Fall in unmittelbarer Nähe des Gitarrenmikros befindet, genügt leider schon eine recht moderate Monitor-Lautstärke, um das System zum Koppeln zu bringen.

Deshalb ist es die ideale Lösung, wenn die Gitarre auf der Bühne mit einem Pickup abgenommen wird. Ein Piezo-Pickup bietet vielleicht nicht den glasklaren Gitarrensound, den ein hochwertiges Kondensatormikro produziert, aber so kann man die Akustikgitarre im Monitor und in der Front hochziehen, ohne dass es sofort zu Pfeifen anfängt.

Falls die Gitarre keinen eingebauten Pickup an Bord hat, schafft ein hochwertiges dynamisches Mikro Abhilfe. Hier empfehlen sich Mikrofone, wie das Sennheiser MD 441, das Beyerdynamic M 88 TG oder das Audix i5 – aber auch ein SM57 oder SM58 macht einen guten Job.
Wenn man ein dynamisches Mikro einsetzt, dann sollte der Gitarrist während des Gigs einen einigermaßen gleich bleibenden Mikrofonabstand einhalten, da sonst das relativ leise Signal der Akustikgitarre vom Tauchspulenmikro nicht laut genug übertragen wird. Auch Kleinmembran-Condenser werden hin und wieder für die Abnahme der Westerngitarre eingesetzt, wie zum Beispiel das AKG C 1000 oder das Audio-Technica AT 4051.

Für die Stimme empfielt sich dasselbe Vokalmikro, das auch dem Frontsänger Band zugedacht ist. Wenn keine lauten Instrumente auf der Bühne stehen, dann kann man dem Sänger auch ein Gesangsmikro mit Kondensatorkapsel geben, da das Übersprechen nicht das große Problem bereitet.






Den Artikel finden Sie auch in der pma Ausgabe 03/2017