Neue Werkzeuge zur räumlichen Audioproduktion

Im Rahmen der Prolight + Sound 2014 präsentiert das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT vom 12. bis 15. März 2014 neue Werkzeuge zur räumlichen Audioproduktion ...

Im Rahmen der Prolight + Sound 2014 präsentiert das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT vom 12. bis 15. März 2014  neue Werkzeuge zur räumlichen Audioproduktion. Neben der neuen Generation des „SpatialSound Wave“-Systems zeigen die Akustikexperten den „Mikrofonmanager“. Er dient der schnellen und intuitiven Kontrolle von Audioszenen.

Das SpatialSound Wave-System basiert auf den langjährigen Erfahrungen des Fraunhofer IDMT mit räumlichen Audiowiedergabe-Technologien, wie der Wellenfeldsynthese. Das skalierbare System zur räumlichen Klangwiedergabe kommt mit einer frei konfigurierbaren Lautsprecheranordnung aus und lässt sich individuell an die Qualitätsanforderungen und räumlichen Gegebenheiten anpassen. Jetzt wurde das 3D-Soundsystem um die neue Benutzeroberfläche „SpatialSound Control“ erweitert. 


Das System bietet verschiedene integrierte Apps für Produktions- und Demoanwendungen sowie für Live-Veranstaltungen. Dank der webbasierten Multiclient-Lösung kann die Software gleichzeitig von mehreren Personen und über verschiedene Geräte, wie PC, Tablet oder Smartphone, durch ein Netzwerk angesteuert werden. Vor allem im Live-Bereich sparen die Tontechniker mit der einfachen Konfiguration des Systems Zeit. „Mit unserem SpatialSound Control erleichtern wir Tonschaffenden die Arbeit. Durch die neuen Werkzeuge wird die Erstellung einer räumlichen Klangszene kinderleicht und gelingt innerhalb kürzester Zeit. Dass die Benutzeroberfläche frei konfigurierbar ist und auf die jeweiligen Nutzeranforderungen zugeschnitten werden kann, hilft enorm“, erklärt René Rodigast, verantwortlich für den Bereich Professional Audio am Fraunhofer IDMT.

Dreidimensionale Klangszenen

Beim Einmessen und Kontrollieren der einzelnen Audiokanäle hilft künftig der neue Mikrofonmanager. Das Software-Tool bietet Tonmeistern die Möglichkeit zur Kontrolle von mehrkanaligen Mikrofonaufnahmen – schnell und intuitiv. Christoph Sladeczek, zuständig für die Entwicklung der Technologie, erklärt das Prinzip des Mikrofonmanagers: „Auf einer einfach zu bedienenden Oberfläche können Tonschaffende die Positionen der Mikrofone am Aufnahme-Set virtuell abbilden. Durch die Platzierung eines virtuellen Hörers innerhalb der Szene kann sich dieser einzelne oder mehrere Mikrofonsignale anhören und Fehler in der Audioaufnahme identifizieren. Zur Berechnung des virtuellen Hörersignals stehen verschiedene Algorithmen, angepasst an die Aufgaben der Tonschaffenden, bereit.“

Einmal erstellte Mikrofonszenen können abgespeichert werden. So kann man sie auch für andere Aufnahmen und Mischungen verwenden. Der Mikrofonmanager lässt sich einfach in bestehende Audiosignal-Verarbeitungssoftware integrieren. 



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