MUTEC 2014 – Stichwort "Big Data"

MUTEC, die Fachmesse für Museums- und Ausstellungstechnik, widmet sich in diesem Jahr ganz besonders dem Thema Digitalisierung – sowohl bei der Präsentation als auch im Back-Office ...

MUTEC, die Fachmesse für Museums- und Ausstellungstechnik, widmet sich in diesem Jahr ganz besonders dem Thema Digitalisierung – sowohl bei der Präsentation als auch im Back-Office. Der Messenschwerpunkt ist auf eine Entwicklung in der Kulturlandschaft zurückzuführen; denn Museen nutzen zur Präsentation ihrer Bestände immer mehr digitale Technik, was insbesondere das Vergnügen der jugendlichen Besucher erhöht. Jede Innovation basiert allerdings auf Daten, die im Hintergrund verwaltet werden müssen.

Den Besucherspaß erhöhen – das ist oftmals die Devise, wenn Aussteller Neues planen. Die Stadt Leipzig beweist dies mit dem neu eröffneten Mendelssohn-Haus in der Goldschmidtstraße, wo nicht nur eine „Paternostervitrine“ die Besucher informiert, sondern auch in Möbel eingebaute Tablet-PCs. Sie lassen sich wie Schubladen herausziehen und geben dann ihr Wissen preis. Bislang einmalig ist das 3D-Orchester mit dem Namen „Effektorium“, wo der Besucher mittels Kugellautsprecher, LED-Technik und Tracking-Mechanismen vier hinterlegte Musikstücke dirigieren kann.

Für die Präsentation werden fast täglich neu- oder weiterentwickelte Geräte angeboten. Mittlerweile sind Touch-Screens bei einer Bildschirmdiagonale von 2,5 Metern angekommen und erlauben Interaktionen mit den hinterlegten Informationen fast ohne optische Verzerrungen. Selbst die Nutzung von Hologrammen ist möglich und gewährt dreidimensionale Einblicke – auf Wunsch interaktiv und drehbar.


Das Zentrum für alle Kulturschaffenden

Zur innovativen Hardware gehört eine passende Software, die Präsentationen interessant macht. Datenbanken speichern nicht nur die Ausstellungsobjekte in digitaler Form, sie bieten neben Informationen auch Hinweise auf das Besucherverhalten. Unter dem Stichwort „Big Data“ werden sämtliche Informationsquellen gesammelt und über eine Analyse-Software ausgewertet; das gilt für reale Besucherdaten sowie die der Webseiten des Museums. „Das digitale Zeitalter hat längst auch im Museum Einzug gehalten. Jetzt gilt es, die gespeicherten Informationen gewinnbringend zu nutzen“, fordert Messechefin Angelika Albrecht. 


Die Messe findet dieses Jahr – wie schon 2010 und 2012 – parallel zur Fachmesse „denkmal“ in Leipzig statt. Das Konzept, die beiden Veranstaltungen zeitgleich durchzuführen, wird von Besuchern und Ausstellern gleichermaßen geschätzt. Leipzig wird dementsprechend vom 6. bis 8. November 2014 erneut zum Zentrum für alle Kulturschaffenden aus den Bereichen Museum, Ausstellung, Archiv, Bibliothek, Denkmal oder Wissenszentrum. Die Nähe Leipzigs zu den östlichen Nachbarstaaten wirkt sich überdies positiv auf die Besucherzahlen aus; denn auch dort wollen Archivare und Museumsbetreiber ihre Objekte modern und attraktiv präsentieren. 



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