Meyer Sound bei Bill Fontana-Ausstellung in Graz

Im Kunsthaus Graz wurde am 1. Juli die neue Ausstellung des Klangkünstlers Bill Fontana eröffnet – eine Hommage an die Zukunft der erneuerbaren Energien. Mit dabei war auch Equipment von Meyer Sound.

Am 1. Juli 2020 wurde im Kunsthaus Graz die neue Ausstellung des renommierten Klangkünstlers Bill Fontana mit dem Titel Primal Energies eröffnet. Die Ausstellung, die sich in der riesigen Space 01 Gallery des Museums befindet, ist eine Hommage an die Zukunft der erneuerbaren Energien und zeigt eine faszinierende Mischung aus großflächigen Projektionen und eindrucksvollen Klanglandschaften.

In der Ausstellung werden die immer wichtiger werdenden Wind-, Sonnen-, Wasser- und geothermischen Ressourcen unseres Planeten dargestellt.
Während die Besucher die Bilder auf den acht großen Screens betrachten, tauchen sie in eine stimmungsvolle Klangwelt ein, die von insgesamt 64 Meyer Sound self-powered Lautsprechern geschaffen wird. Die Wirkung der Installation wird durch dynamischen Raumklang noch weiter verstärkt. Kreiert und automatisiert werden diese Klangbewegungen mittels der Betaversion der neuen Spacemap Go App von Meyer Sound.

Eine Betaversion mit im Gepäck

Der Sound und die Bilder für die Arbeit des Künstlers wurden vor Ort von Fontana mit Unterstützung von Scott George von Autograph Sound aus London aufgenommen.
Während dieser Vorbereitung konnten Fontana und George - die beide seit langem mit Meyer Sound verbunden sind – die Betaversion von Spacemap Go testen. Spacemap Go ist ein räumliches Sound Design- und Mixing Tool, das die GALAXY Netzwerk Plattform nutzt. Spacemap Go bietet eine flexible und einfach zu bedienende Touchpad Oberfläche für Spacemap Multi-Channel Panning mit einem oder mehreren iPads, die an Systeme mit mehreren GALAXY Prozessoren angeschlossen sind.

„Wir konnten Spacemap Go sehr gut für Primal Energies einsetzen", sagt Fontana. „Es ist das 'digitale Gehirn' hinter allem, was bei der dynamischen Spatialisierung des Klangs geschieht. Spacemap Go hat mir alle Möglichkeiten geboten, die ich auch bei der Anwendung des D-Mitri Systems hatte, aber die direkte Arbeit mit GALAXY macht es weitaus kosteneffektiver. Insbesondere wenn eine permanente Installation wie in einem Museum geplant wird.
Bill Fontana war ebenfalls von der kreativen Freiheit, welche durch die intuitive iPad-App von Spacemap Go geboten wird, beeindruckt. „Wir haben das iPad verwendet, um alles vor Ort einzurichten. Wir wollten eine Art Klangchoreografie durch den Raum schaffen, und die Flexibilität von Spacemap Go macht es möglich dies zu realisieren.“

Eine Klangmatrix

Scott George hat im Laufe der Jahre bei mehr als einem Dutzend Projekten mit Fontana zusammengearbeitet, und bei Primal Energies wurde er erneut mit dem Design des gesamten AV-Systems sowie mit der Gestaltung der Besonderheiten des Audiosystems in dem 900 Quadratmeter großen Raum beauftragt. Fontanas Klangmatrix besteht aus 56 Meyer Sound UPM-1P Full Range Lautsprechern, ergänzt durch acht 900-LFC Low Frequency Control Elements.
Für das Front-End des Audiosystems spezifizierte George einen Mac Mini-Computer mit QLab-Software für die 24-Kanal-Wiedergabe und die zentrale Show-Steuerung. Dieser ist über ein AVB-Netzwerk mit den vier im Raum verteilten GALAXY-Prozessoren verbunden. Alle räumlichen Pfade wurden vor Ort mit Spacemap Go erstellt und dann als Datei für automatisches Panning in Synchronisation mit dem Wiedergabeprogramm gespeichert.

„Die iPad-Schnittstelle für Spacemap Go macht es für den Sound Artist viel einfacher und intuitiver, einen Klang auszuwählen und ihn mit dem Touchpad zu bewegen, anstatt eine Maus oder eine Tastatur benutzen zu müssen", bemerkt George. „Dies ermöglicht es Bill auch, mehrere Cues gleichzeitig einzubringen, so dass er verschiedene Pfade ausprobieren kann, bevor wir sie speichern. Und die Tatsache, dass man mehrere iPads gleichzeitig verwenden kann, ermöglicht es Klangkünstlern, im selben Raum

Spacemap Go von Meyer Sound

Durch die enge Zusammenarbeit mit großen Rental Unternehmen ist sich George der weit verbreiteten Verfügbarkeit der GALAXY Prozessoren und der Kosteneffizienz, die Spacemap Go bietet, sehr bewusst. „Spacemap Go nutzt die Leistungsfähigkeit der vorhandenen Hardware, indem es Lautsprecher verwendet, die sich bereits im Bestand von Rental Firmen weltweit befinden. Alles, was man braucht, ist ein neues Firmware-Upgrade, und man ist startklar für Spacemap Go.“

Spacemap Go kommuniziert problemlos mit weit verbreiteten Wiedergabe- und Show-Control-Programmen, wie QLab, wobei Audiodaten über das AVB-Netzwerk übertragen werden. „Wir haben einfach vier Ports aus dem AVB-Switch herausgenommen und sie zu jedem der GALAXYs geleitet, die Mehrkanal-Audio und -Daten übertragen. Wir richteten auch eine intuitive Benutzeroberfläche in QLab ein, bei der die Museumsmitarbeiter zum Start und Stopp des Programms einfach einen Knopf drücken.“
Für George bietet Spacemap Go gemeinsam mit den spezifischen Vorteilen von self-powered Lautsprechern, die ultimative und elegante Lösung für große Mehrkanal-Toninstallationen.
„Wenn Sie mehrere Programme von separaten Ausgängen bis hin zu einzelnen Lautsprechern laufen lassen möchten, sind dafür notwendigerweise viele Verstärker erforderlich, für die in Museen oft kein Platz ist. Der self-powered Ansatz ist hier also weitaus effizienter."

Primal Energies in Graz

Ein weiteres wichtiges Mitglied des Projektteams von Primal Energies war Martin Beck von der österreichischen Firma Technik für Kunst und Kulturprojekte. Beck beaufsichtigte die Installation vor Ort, und seine Firma lieferte auch das gesamte AV-Equipment, mit Ausnahme der Meyer Sound Lautsprecher, die von PRG Hamburg zur Verfügung gestellt wurden.

Primal Energies wurde von Katrin Bucher Trantow geleitet und wird in Zusammenarbeit mit der Kunstuniversität Graz, Ö1 Kunstradio (ORF), Radio Helsinki, mur.at, FunkFeuer Graz und dem Projekt 'Kultur inklusiv', mit weiterer Unterstützung der AVL Kulturstiftung, präsentiert.

Fotos: Universalmuseum Joanneum / N. Lackner, Kunsthaus Graz, Schlossbergblick

Foto: Universalmuseum Joanneum / N. Lackner

Foto: Universalmuseum Joanneum / N. Lackner