Leichtathletik Weltmeisterschaft 2009 mit Screen Visions

Berliner setzen auf schwäbische Videowand-Expertise.

Von Samstag 15. August bis Sonntag 23. August, rannten, warfen, sprangen und kämpften sie: Die Top-Athleten der 12. IAAF Leichtathletik WM berlin 2009 lieferten sich spannende Wettkämpfe. Um diese den Zuschauern sowohl im Berliner Olympiastadion als auch beim Marathon und Wettkampf im Gehen außerhalb ersichtlich zu machen, setzten die Organisatoren auf Screen Visions aus Stuttgart. Die LED-Experten begleiteten die diesjährige Leichtathletik WM in Berlin mit vier Videowänden. Dabei verantwortete Screen Visions sowohl die gesamte LED-Ausstattung wie auch die gesamte Videoregie des Sportevents.

 

Für die Spezialisten für Video- und Großbildsysteme war die Leichtathletik WM ein besonderes Ereignis: 320 Quadratmeter LED-Material hatten die Stuttgarter im Einsatz. Als Generallieferant der kompletten Videotechnik inner- und außerhalb des Stadions wurden sie vom Berlin Organising Commitee (BOC) nach einer gewonnenen Ausschreibung beauftragt, neben den beiden im Stadion fest eingebauten Videowänden eine weitere große Videowand zu installieren. Damit wurden die Vorgaben der IAAF (Internationale Amateur Athletics Federation) erfüllt, mindestens zwei große Videowände im Stadion zu haben.

 

Um nicht wertvolle Sitzplätze durch den Einbau einer zweiten großen LED-Wand zu verlieren, bestand nur die Möglichkeit, eine Videowand in die Rang- und Dachöffnung des Stadions im Bereich des Marathontors zu bauen. Da es sich um eine bewusste architektonische Stadionöffnung handelt – das Stadion wurde zwischen 1934 und 1936 nach Plänen von Architekt Werner March erbaut – musste dafür die Genehmigung verschiedenster Institutionen im Vorfeld eingeholt werden. Um den Stadionkreis zu schließen, sah das BOC vor, die Öffnung im Stadion komplett durch den Einbau einer Videowand mit einer Breite von 25 Metern zu schließen. Technische Herausforderungen waren, die Zusatzbelastung für die Stadiondecke zu kalkulieren und die Veränderung der Stadionthermik zu klären – eine bei den Wurfdisziplinen äußerst wichtige Kennzahl. In enger Zusammenarbeit mit dem Partner Stageco Deutschland GmbH, der für alle Gerüstbauten von Screen Visions beauftragt wurde, prüften die Stuttgarter, welche maximale Größe die Videowand in Verbindung mit Windlasten und Bodendruckbelastungen an dieser Stelle betragen durfte. Das Resultat: Einbau einer Videowand mit 24 Metern Breite und acht Metern Höhe mit einem Gewicht von 10 Tonnen. Die Technik war ausgelegt und geprüft auf Gerüstkonstruktion und Windlasten bis Windstärke zwölf. Inklusive aller Gerüste betrug das Gesamtgewicht der Konstruktion 60 Tonnen.

Neben den drei im Stadion installierten Videowänden übertrug im Aufwärmstadion eine 29 Quadratmeter große truck-mounted Videowand das World Integrated Feed für die Athleten. Somit waren diese auch in der Aufwärmphase bis kurz vor dem Wettkampf live über das gesamte Geschehen im Stadion informiert.

 

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