Lawo mischt beim Aspen Music Festival mit

Das Aspen Music Festival findet seit 1949 jährlich statt und ist ein Festival der klassischen Musik in Aspen, Colorado. Neben der Gestaltung besonderer Konzertprogramme sind die Förderung von Nachwuchsmusikern durch Musikkurse und –workshops Fundament des Festivals. Lawo hat beim diesjährigen Festival für die Klangqualität gesorgt.

Seit Jahrzenten wird das Festival durch „Aspen Music Festival and School“ präsentiert – eines der weltweit renommiertesten Events für klassische Orchestermusik. Dieses Jahr wurde das 68-jährige Jubiläum gefeiert, acht Wochen lang mit mehr als 400 Konzertveranstaltungen an zahlreichen Veranstaltungsorten. Lawo hatte sich bereits vor Jahren dazu entschlossen, das Event als Sponsor zu unterstützen, da die Klangqualität bei einem so hochkarätigen Musikfestival von größter Bedeutung ist.

Michael Müller, seines Zeichens Director of Sales America, hat sich dazu wie folgt geäußert:
"Lawos kulturelles Engagement passt perfekt zu Aspen und dem dort gepflegten Niveau. Deshalb wollten wir einen Beitrag zu diesem angesehenen Musikfestival leisten."

Mission Musik
AMFS (Aspen Music Festival and School) hat es sich zur Mission gemacht, die Studenten für eine berufliche Karriere in der klassischen Musik auszubilden und vorzubereiten – als Nebenaspekt daraus wurde das jährliche Festival geboren. Die AMFS präsentiert sich in jeder Festival-Saison bei bis zu 400 Aufführungen, sowohl auf dem Campus als auch außerhalb des Geländes und verschiedenen Symposien und Meisterkursen.

Zentrum des Festivals ist jedoch das Benedict Music Tent mit seinen 2.050 Sitzplätzen – ausschlaggebend hierbei war der Fakt, dass die Akustik eines Opernhauses mit dem Ambiente eines Open-Air-Zelts verbunden wurde. Eine weitere unverzichtbare Rolle spielt auch das mc²56 von Lawo für die AMFS. Es liefert von jeder Veranstaltung einen hochwertigen Stereo Mix und parallel dazu eine 5.1 Surround Mischung. Vom hauseigenen Edgar Stanton Audio Recording Center werden diese Mixes digital mitgeschnitten und archiviert.

Somit stehen sie später Rundfunk-Partnern, wie American Public Media, SiriusXM, Colorado Public Radio, KAJX-FM von Aspen Public Radio und der European Broadcast Union für Übertragungen zur Verfügung. Das Festival wird von AMFS unter anderem auch als Weiterbildung für Audio-Ingenieure genutzt.

Scott Wynne, Chief Audio Engineer von ESARC dazu:
"Wir sind für 200 bis 250 Veranstaltungen während des Festivals verantwortlich. Einige Jahre arbeiten wir mit denselben Toningenieuren, aber manchmal haben wir eine ganz neue Crew. Für einige von ihnen ist es dann das erste Mal, dass sie mit Geräten von Firmen wie Lawo oder Neumann arbeiten."

Da die Aktivität nur acht Wochen lang andauert, bedeutet das für die Ton-Mannschaft kaum Ruhezeiten. Scott Wynne ergänzt:
"Uns stehen 13 Toningenieure zur Verfügung, darunter Lisa Nigris, Director of Audio Production, Dan Gonko, Head Media Engineer, vier Senior Audio Engineers, drei Recording Engineers und drei Assistant Engineers. Für jedes Konzert benötigt man mindestens zwei Ingenieure für das Recording und einen dritten für den Live-Sound-Mix – aber für eine richtig große Produktion – beispielsweise bei einem Konzert von Renée Fleming – brauchen wir alle verfügbaren Kräfte!"

Das Mischpult der Wahl: mc²56
AMFS vereinbarte mithilfe von Zuwendungen eines großzügigen Gönners mit Lawo kürzlich ein Leasing-Agreement für ein mc²56 MkII Mischpult mit einem DALLIS Frame, welches mit 32 Kanälen zur Mikrofonvorverstärkung und 16 Audio-I/Os ausgestattet ist.

"Vor ein paar Jahren gab unser altes Pult mitten in der Saison den Geist auf. Sie können sich den Stress vorstellen, den der Ausfall verursacht hat ", erinnert sich Lisa Nigris, Aspens Director of Audio Production.
"Mit unseren ganz speziellen Bedürfnissen bezüglich unserer 5.1- und Stereo-Recordings erwies sich die Suche nach einem neuen Mischpult, das unsere Anforderungen erfüllen konnte, als recht aufwendig. Bereits im Jahr davor hatten wir auf der AES mit Lawo und einigen anderen Herstellern gesprochen, und ein Jahr später, wieder auf der Messe, wurde dann konkret verhandelt, vor allem mit Lawo. Lawo war bereit, sich als Sponsor zu engagieren, was uns erlaubte, die Ausrüstung 2016 die ganze Saison über zu testen. Ein echter Glücksfall!"

Die Anforderungen von AMFS an das Recording sind außergewöhnlich: Mischung aus Live-Sound, Audio-Archivierung und Broadcast werden erwartet, so erklärt es Wynne.
"Wir machen nicht erst einen Surround-Mix und daraus einen Downmix auf Stereo. Wir bauen diskrete Mixes auf individuellen Konsolen-Layern auf, so dass alle Aktionen auf einem Layer mit den anderen verknüpft sein müssen. Viele Pulte sind dazu nicht in der Lage, Lawo schon."

Lisa Nigris fügt hinzu:
"Auf der AES in New York sprachen wir mit vielen Unternehmen, aber als wir das Lawo Pult im DiMenna Center for Classical Music in Aktion gesehen haben, war uns klar, dass dies das richtige Pult für uns war. Lawo musste uns nichts groß erklären – alles, was wir brauchten, war bereits vorhanden. Während unseres Auswahlprozesses die Möglichkeit zu haben, das Lawo-Pult nutzen zu können, war für unsere Toningenieure sehr verlockend. Wer wollte nicht auf dem gleichen Mischpult geschult werden, das auch bei der Tonight Show und den Olympischen Spielen zum Einsatz kommt?"

Head Media Engineer Dan Gonko ist für die Qualitätskontrolle von Recordings, Live-Radiosendungen und Internet-Streams verantwortlich. Er ist begeistert vom mc²56, mitunter weil es eine Reihe von Features beinhaltet, welche die Arbeit im Zelt viel einfacher gestaltet. Doch als wohl bestes Feature beim mc²56 hebt er die Flexibilität hervor.

"Die Konsole besitzt vom Design her eine große Tiefe, ist aber in einer leicht verständlichen Weise angelegt. Viele Mischpulte besitzen einfach nicht diese Kombination von Benutzerfreundlichkeit und einfacher Anpassung. Wenn ein Dutzend Toningenieure nach einer einstündigen Schulung in der Lage sind, jedes Pult-Layout innerhalb von 30 Minuten komplett anzupassen, dann spricht das Bände über die Benutzerfreundlichkeit des Lawo Pults.“, so Gonko.

Das Layout des Pults lässt sich auf jeden Ingenieur anpassen, die Konsole verfügt über sechs Bänke an Fader-Konfigurationen – jede mit zwei verschiedenen Layouts, so dass zwölf benutzerdefinierte Setups möglich sind. Jeder Toningenieur kann also das Pult auf seinen eigenen individuellen Workflow für ein Konzert anpassen. Zudem sind Compressing, Limiting und EQ sehr neutral, was für klassische Musik unabdingbar ist. Denn schließlich soll das Processing nicht den Klang verfärben.

Gonko ist auch vom integrierten digitalen Delay der Konsole begeistert. "Die Möglichkeit, Input-Delays zu optimieren, ist ausgesprochen nützlich", erklärt Gonko. "In einer Halle live zu mischen, mit einem primären, geflogenen Decca-Tree, und in der Lage zu sein, Spot-Mikros zu verzögern, wenn sie hinzugemischt werden, so dass sie mit der Arrival-Time des Decca-Dreiecks zusammenfallen, ist entscheidend. Und die Delay-Auflösung ist fantastisch – bis hinunter auf 1/100 einer Millisekunde. Es ist großartig, den Mix in einer solchen Genauigkeit anzupassen."

Bereit für die Zukunft
Die Entscheidung, welches Equipment angeschafft werden soll wird davon beeinflusst, was technisch möglich ist – mit Lawo ist AMFS auf alle möglichen Entwicklungen vorbereitet. Scott Wynne bestätigt, dass sich die Entscheidung für Lawo bezahlt gemacht hat: "Unsere Aufgabe bei Aufnahmen ist ganz einfach, das Event abzubilden, und natürlich verlangen erstklassige Ensembles wie das American String Quartett oder das Robert McDuffie and Michael Mills Konzert für Violine, Rock Band und Streichorchester, dass sie mit der höchsten Audioqualität aufgenommen werden.“

Wynne ist von Lawo-Pulten und deren Qualität überzeugt. Laut ihm sind sie beinahe grenzenlos flexibel, alles was man tun muss, ist in Abstimmung mit Lawo die DSP-Ressourchen des mc² anpassen. Das mc²56 wird allen neuen Bedürfnissen gerecht. Abschließend sagt Wynne: „Was auch immer kommt, wir sind bereit."

www.lawo.com