L-Acoustics beschallt das Energy Air 2015

Am 5. September 2015 feierten rund 40.000 Fans die zweite Ausgabe des Energy Air im Stade de Suisse in Bern, Schweiz. Im Laufe der fünfeinhalbstündigen Show standen mehr als 18 internationale Top-Acts auf der Bühne, u.a. Robin Thicke, Culcha Candela und Sido. Als technischer Generaldienstleister fungierte die Schweizer Habegger AG, die in Zusammenarbeit mit System Engineer Michael Wirth sowie System Technician Tim Ehrenfried von 4LIVE Production Management auf ein L-Acoustics-System für die Beschallung des ausverkauften Fußballstadions setzte.

Michael Wirth kennt sich mit L-Acoustics-Systemen bestens aus, schließlich plant er jährlich um die 100 Shows mit den französischen Beschallungsspezialisten. Für eine gleichmäßige Pegelverteilung über das komplette Frequenzspektrum im gesamten Stadion entschied sich dieser für eine Kombination aus jeweils 10 x K1, 5 x K2und 6 x K1SB für die Main-PA sowie ein Subarray aus insgesamt 56 x SB28 in Cardioid-Aufstellung vor der Bühne. Unterstützung erhielt die Main-PA an den Seiten durch jeweils 4 x K1SB und 14 x K2 sowie jeweils 4 x K1SB und 12 x K2 an den Delay-Positionen. Als Frontfills kamen weiterhin 18 x Kara zum Einsatz. Angetrieben wurde das komplette System durch 68 x LA8-Verstärker.

Kombination aus K1 und K2

Für eine bessere Performance der Beschallung setzte Habegger dieses Jahr auf ein L-Acoustics-System. “Eine der Hauptanforderungen bestand darin, ausreichend tieffrequente Schallenergie in die hinteren Bereichen zu transportieren. Immerhin ist die letzte Sitzreihe 125 Meter von der Bühne entfernt”, erläutert Michael Wirth. “Die Kombination aus K1 und K2 bietet generell ein sehr homogenes Abstrahlverhalten, sowohl horizontal als auch vertikal, und verfügt über einen enormen LF-Throw. Außerdem lässt sich das System mittels FIR-Filtern und LF Contour-Einstellung flexibel anpassen.” Über die K1SB in der Main-PA wurden die Subanteile zudem auch über die geflogenen Systeme transportiert. Neben den klanglichen Eigenschaften spielte darüber hinaus auch das Verhältnis von geringem Gewicht und hohem Output eine Rolle bei der Systemwahl, da die Auslastung der Bühne aufgrund der vielen LED-Screens bereits enorm hoch war.

Da die Hauptbühne des Energy Air durch einen 30 Meter langen Laufsteg mit einer B-Stage verbunden war, musste die Audio-Crew auf eine besondere Behandlung des Bühnen- und Nahfeldbereichs achten. “Die B-Stage sollte möglichst wenig beschallt werden, da hier sowohl die Band als auch die Moderatoren platziert waren. Durch die Möglichkeit, die K2 horizontal anzupassen, fiel die Wahl auf K2 unter den K1 im Mainhang”, so Michael Wirth.

Die Bass-Konfiguration vor der Bühne musste sich teilweise an optischen Vorgaben orientieren und bestand aus acht 3er-Stacks, die von jeweils zwei 4er-Stacks umrahmt wurden – beide Varianten in Cardiod-Anordnung. “Dadurch konnten wir eine äußerst homogene Verteilung über das gesamte Frequenzspektrum der SB28 erzielen. Die 4er-Stacks außen sorgten zudem für eine breitere Abstrahlung des Arrays, ohne dass größere elektronische Zeitanpassungen nötig wurden”, zeigt sich Michael Wirth mehr als zufrieden mit der Performance des L-Acoustics-Systems.

 

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