Helene Fischer mit L-Acoustics und Soundhouse auf Hallen-Tournee

Sie ist DAS deutschsprachige Pop-Phänomen der letzten Jahre: Helene Fischer. Ein Abklingen des gigantischen Erfolgs ist nicht in Sicht. Mit der Stadion-Tournee „Farbenspiel“ im Jahr 2015 legten das Show-Multitalent und ihr Produktionsteam die Messlatte für große Bühnenproduktionen eine ganze Ebene höher. Für den Sound zeichnet erneut Soundhouse verantwortlich, die Helene Fischer ein umfangreiches L-Acoustics-System auf den Leib schneiderten.

Doppelte Anzahl an Lautsprechern
Die Ton-Abteilung um Head of Sound Udo Fleischmann und Alex Spengler (FOH und Technische Leitung) musste im Vergleich zur Stadion-Tournee die Anzahl der eingesetzten L-Acoustics-Einheiten nahezu verdoppeln.
Insgesamt 32 K1- sowie 96 K2-Systeme beschallen unter anderem die durchweg ausverkauften Shows. Zu den Hauptgründen hierfür gehören eine zweite, aus dem Dach herunterfahrbare, Bühne sowie die ausschließliche Verwendung von Fullrange-Systemen. Alle Zuschauer sollen von jedem Beschallungspunkt der Halle aus mit Fullrange-Signalen versorgt werden.

Auf der Hauptbühne setzt Soundhouse auf drei vollwertige Hangs, bestehend aus jeweils 11x K1 und 6x K2 für die Main-L/R-Beschallung sowie einem geflogenen Center aus 10x K1. Ergänzt wird diese Konfiguration durch ein Center-Fill aus 5x Kudo. Als Side-PA fungieren jeweils 12x K2. Um die Hallen auch aus Richtung der herabfahrbaren B-Stage vollumfänglich abzudecken, hat Udo Fleischmann insgesamt 60 K2 in vier 15er-Hangs in einem Kreissegment angeordnet – von denen die oberen Einheiten zusätzlich als Delay für die Hauptbühne dienen – und um einen einzelnen 6er-K2-Hang erweitert.

Komplexe Anforderungen
„Die Systeme der A-Stage durften auf keinem Platz eine Sichtbehinderung auf das Bühnengeschehen und nur minimale Einschränkungen auf die LED-Flächen erzeugen“, erläutert Udo Fleischmann. „Für die Auftritte auf der B-Stage mussten wir eine komplett eigenständige Beschallungssituation mit separater Ortung schaffen. Ähnlich wie bei den Stadionkonzerten der 2015er-Tour mussten wir zudem darauf achten, die Laufstege vor der Bühne möglichst auszusparen, um ein Maximum an Gain-before-Feedback zu erhalten, da Helene Fischer in jeder Situation live singt (was in dieser Größenordnung nicht üblich ist).“

„Genau wie bei den geflogenen Systemen galt es zudem, die Subs visuell möglichst unauffällig in die Main Stage zu integrieren“, ergänzt System-Operator Alex Becker. Das Ergebnis: Im Halbkreis unter und neben der Bühne angeordnete, cardioide 2er- und 3er-Stacks aus L-Acoustics KS28 Subwoofern. Um die größten Hallen der Republik mit Tiefton-Power zu beschallen, benötigt das Ton-Team lediglich 20 Sub-Einheiten. „Unsere geflogene PA liefert schon einen großen Teil des für unser Programm notwendigen Drucks und Low Ends, so dass wir mit dieser verhältnismäßig geringen Zahl an Subs locker hinkommen.“ so Becker.

Keine Subs auf der B-Stage
Die komplexe Beschallungskonfiguration für die Helene Fischer Hallenproduktion hat viele Besonderheiten. Eine davon ist die Tatsache, dass die B-Stage komplett ohne zusätzliche Subwoofer auskommt. Zudem werden alle L-Acoustics-Verstärker geflogen und sind direkt an den Bumpern montiert. „Diese Anordnung basiert auf der Tatsache, dass wir auf dem Boden keinen Platz für zentrale Amp Cities haben. Zudem müssen aus Sichtgründen alle Kabel im Dach übers Mothergrid laufen. Dies erleichtert nicht nur die Verkabelung durch sehr kurze Kabelwege, sondern spart am Ende auch Zeit bei der Installation.“, bestätigt Alex Becker.

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