Gerriets liefert Hauptvorhang an Berliner Staatsoper

Anfang Oktober konnte das Ensemble der Berliner Staatsoper ‚Unter den Linden’ wieder das historische Opernhaus beziehen – nach sieben Jahren Generalsanierung. In der 1742 erbauten, ehemaligen ‚Königlichen Hofoper’ von Friedrich II wurde unter anderem die Bühnentechnik erneuert, wobei die Wahrung des historischen Charakters des Opernhauses eine wichtige Rolle spielte.

Da der historische Charakter nicht verloren gehen sollte, wurde auch der Hauptvorhang vom Unternehmen Gerriets nach historischem Vorbild und in sorgfältiger Handarbeit angefertigt – aus dem Bühnenvelours CLIVIA 600 in einem exklusiv für die Staatsoper definierten Rotton. Edle goldene Applikationen, wie beispielsweise filigrane Stickereien, elegante Sonderfransen und eine feine Zahnbordüre ziehen den 22 Meter breiten und 10 Meter hohen Hauptvorhang, dessen Design von dem Architekturbüro HG Merz entwickelt wurde.
Das Unternehmen Waagner-Biro übernahm die Lieferung des Schmuckvorhangs.

Es sollte mit einer Steigerung der Nachhallzeit (von 1,1 auf 1,6 Sekunden) eine akustische Verbesserung im Zuschauersaal erzielt werden. Daher entschied man sich, aufgrund der schallreflektierenden Wirkung von Holz, gegen eine textile Soffitte und für eine bemalte Holzschabracke – als Malvorlage für die Schabracke diente ein von Gerriets im Original-Rotton gefertigtes Muster des geplanten Schmuckvorhangs. Die Öffnung des Hauptvorhangs erfolgt entweder horizontal griechisch oder vertikal deutsch. Zur Sicherstellung das ein gleichmäßiger Faltenabstand beim Öffnen und Schließen vorhanden ist, wurde Gerriets von Theatertechnische Systeme GmbH mit der Lieferung eines 20 Meter langen, modular konzipierten und motorisierten Scherenzugsystems FENCE beauftragt. In geparktem Zustand kann der Hauptvorhang in Schutztaschen aus Bühnennessel CS hängend verstaut werden.

Es kann während der Umbauzeiten von Bühnenbildern zur akustischen Trennung der Hauptbühne und des Zuschauerraums ein 7-lagiger Schallvorhang vertikal aufgefahren werden, die Außenanlage des schallabsorbierenden Vorhangs wurde ebenfalls aus dem schwer entflammbaren Bühnenvelours CLIVIA 600 gefertigt.
Der glatthängende Trennvorhang wird zur Stabilisierung und Ausspannung seitlich mithilfe von speziellen Leitrollen an einem bauseitigen Stahldraht geführt. Mit einer Breite von 17,5 m und einer Höhe von 12,5 m überdeckt der Schallvorhang, der über ein Schalldämmmaß von 18 dB verfügt, die Bühnenöffnung und sorgt damit für eine optimale akustische Abschottung. Für die Probebühne 1 lieferte Gerriets über ARTTHEA Bühnentechnik außerdem diverse Vorhänge aus schwarzem akustisch hochwirksamem Bühnenvelours ASCONA 570 mit umlaufenden TRUMPF 95 Schleuderschienen.

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