Forschen für die OLED Massenproduktion

Die Entwicklung kostengünstiger Prozesse für die Volumenfertigung von organischen Leuchtdioden (OLED) steht im Fokus der Forschungsarbeiten von CombOLED.

"Ziel dieses von der EU geförderten und von OSRAM koordinierten Projekts ist es, wesentliche Voraussetzungen für den Einzug der neuen Lichtquellen in Beleuchtungsanwendungen zu schaffen", erklärt Bernhard Stapp, Leiter Solid State Lighting bei OSRAM Opto Semiconductors. Dazu gehören Methoden zum kostengünstigen Drucken neuer Bauteil-Architekturen für großflächige und transparente Lichtquellen. OSRAM Opto Semiconductors bringt als ein Innovationstreiber am LED-Markt und Pionier in der Massenfertigung von Halbleiterkomponenten wertvolles Know-how in das EU-Projekt ein.

 

Mit ihren Vorteilen, OLED sind ultradünn, superleicht, strahlend hell und sie verbrauchen nur wenig Energie, können organische Leuchtdioden den Beleuchtungsmarkt nachhaltig verändern. Ab 2015 rechnen Analysten mit einem Milliardenmarkt. Technisch bieten die Flächenstrahler bereits gute Voraussetzungen: Mehr als 10.000 Stunden Lebensdauer, hohe Leuchtdichte (1.000 cd/m²) und eine Effizienz von 40 bis 60 lm/W. Für die Eroberung von Massenmärkten, wie Anwendungen in der Allgemeinbeleuchtung, fehlen im Markt jedoch noch kostengünstige Fertigungstechnologien.

 

OLED-Lichtquellen sind komplementär zu den meisten bereits bestehenden Lichtlösungen. Die größten Stärken zeigen sie dort, wo ihre speziellen Eigenschaften als Flächenstrahler mit hoher Lichtqualität zur Geltung kommen werden, in Lichthimmeln, als Lichttrennwände oder als Fenster, die bei Dunkelheit selbst zur Lichtquelle werden. Mit angenehm diffusem Licht wird man OLED in naher Zukunft im Premium-Design-Segment finden. Architektur- und Effektbeleuchtung sowie der Markt der Allgemeinbeleuchtung werden folgen, wenn OLED in großer Stückzahl kostengünstig gefertigt werden können und flächenskalierbar sind.

 

www.comboled-project.eu