Dreiviertelstunde Video-Mapping im Prager Rudolfinum

Es ist eines der bislang längsten Video-Mappings der Welt: das Projekt "SIM/NEBULA". Die Vereinigung The Macula hat die 45-Minuten-Show mit zehn Barco-Projektoren umgesetzt.

Die tschechische Vereinigung The Macula setzte kürzlich ihr Mapping-Projekt „SIM/NEBULA“ um. Der Dvořák-Saal des Prager Rudolfinums diente als Fläche für die 45-minütige Videoprojektion. Unter Dirigent Jiří Bělohlávek zeichnete das Orchester der Tschechischen Philharmonie für die Musik verantwortlich.

Das Projekt war laut der Agentur 3WM das erste Videoprojektionsmapping in der Tschechischen Republik, das ein Live-Orchester mit 118 Musikern und Projektionen auf vier Seiten des Publikums einbezog. Dieses konnte den Content vorn, an den Seiten und der Decke sehen.

Zehn Projektoren im Einsatz

The Macula verwendete zehn Digitalprojektoren von Barco: vier Projektoren des Typs Barco HDX-W20 Flex 3-Chip DLP WUXGA, zwei Barco FLM-R22 SXGA+ und vier SLM-R12+ Performer. Zudem wurde das Programm Resolume Arena 4 an zwei eigene Medienserver angeschlossen. Vier Barco-HDX-Projektoren in Quadranten-Anordnung projizierten den Inhalt auf die Hauptfassade, während die Projektion an den Seitenwänden von den FLM-Projektoren umgesetzt wurde. Die Barco-SLM-Projektoren waren für die Bilder an der Decke verantwortlich.

Die Show hatte man in sieben thematische Teile gegliedert: Materie, Technologie, Mitteilung, Mission, Neue Welt, Rendezvous und Geburt. Sie sollten visuell futuristische Gedichte ausdrücken und die Entstehung eines kybernetischen Organismus darstellen, der in akustischen Wellen klassischer Musik einen Zeitcode rückwärts zählt. An dem Projekt arbeiteten elf internationale Künstler.

„Eine überwältigende visuelle Show“

Organisator war die Česká spořitelna, eine Bank in der Tschechischen Republik. Deren Marketingleiter, Josef Havelka, sagte: „Wir wollten unseren Gästen ein unvergessliches Erlebnis bieten, und wir luden sie zu einer einzigartigen Musik- und Lichtprojektion in einem der ältesten Konzertsäle Europas ein. Die Gruppe The Macula war dem großartigen Umfeld des Rudolfinums gewachsen und bot eine überwältigende visuelle Show.“

Die Idee für das Projekt war während des SIGNAL-Festivals 2014 zur Sprache gekommen, als sich der Produzent, Martin Pošta, mit Havelka getroffen hatte: Für den 190. Jahrestag der Bank sollte das Beste aus der tschechischen Tradition mit der modernsten AV-Technik verbunden werden. Ein Video des Projekts ist frei zugänglich.

www.themacula.com