Das WECC: Industriearchitektur trifft auf Hightech

Berlin boomt auf zahlreichen Gebieten noch immer, setzt zukunftsweisende Akzente und lockt damit nicht nur Touristen. Vor allem auch Geschäftsleute, Wissenschaftler und andere Experten aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen kommen in die deutsche Hauptstadt, wovon Event-Locations wie das Westhafen Event und Convention Center (WECC) profitieren.

Seit Frühjahr 2015 ist es den Betreibern Thorstern Schermall und Jean-Claude Ketterer gelungen, große bekannte Unternehmen wie SAP, Samsung oder Microsoft, Ministerien und Botschaften sowie große Verbände wie die Deutsche Fußball Liga von ihrer 3.000 Quadratmeter großen, für rund 6,5 Millionen Euro umgebauten und mit modernster Veranstaltungs- und Gebäudetechnik ausgestatteten Event-Location zu überzeugen.
„Unsere Kunden schätzen die Lage am Wasser und das besondere Ambiente an diesem besonderen geschichtsträchtigen Ort“, erklärt Frederik Gehrmann, Sales Manager bei der Betreiberfirma 40seconds Roof GmbH & Co. KG.
Im Berliner Westhafen, dem zweitgrößten Binnenhafen Europas, werden bis heute Containerschiffe gelöscht. Die denkmalgeschützte Lagerhalle diente einst nicht nur als Getreidespeicher, in den zwanziger Jahren, von 1926 bis 1931, ließ der Automobilbauer Ford dort das Modell T produzieren.

Bis zu 1.500 Gäste können unweit der Hafenbecken seit gut zwei Jahren tagen und feiern, der Kontrast von alter Industriegeschichte und moderner Dienstleistungswelt begeistert die Eventplaner. Im Juni war das WECC durchgängig gebucht, die Freunde der Nationalgalerie feierten hier kürzlich ihren 40. Geburtstag, der Lions Club Deutschland seine 100 Jahre Gala und Zalando die Hauptversammluing mit mehr als 250 Teilnehmern.
Außerdem kamen rund 350 Führungskräfte und Veranstaltungsplaner von Verbänden und vergleichbaren Organisationen zum Infotag „Verband & Tagung“. Anfang September, zwei Wochen vor der Bundestagswahl, wird es politisch im WECC, wenn die Kanzlerkandidaten Angela Merkel (CDU) und Martin Schulz (SPD) im Berliner Westhafen live zum TV-Duell antreten und voraussichtlich von Sandra Maischberger (ARD), Maybrit Illner (ZDF), Peter Kloeppel (RTL) und Claus Strunz (Sat.1) ins „Kreuzverhör“ genommen werden.

Die multifunktionalen Räume des WECC sind mit modernster Medien-, Licht-, Ton- und Konferenztechnik ausgerüstet, auf insgesamt mehr als 2.800 Quadratmetern Fläche sind elf variabel nutzbare Räume untergebracht. Die beiden parallel bespielbaren Hauptsäle, das Herzstück der Location, verfügen über eine Fläche von 770 beziehungsweise 420 Quadratmeter und einer Deckenhöhe von 12,40 Meter. Verbunden sind sie durch ein variabel nutzbares Foyer. Im Erdgeschoss befindet sich der 450 Quadratmeter umfassende Seminar- und Workshopbereich mit neun kombinierbaren Einzelräumen sowie einem Flurbereich für Gaderobe und Catering.

W-LAN gibt es auf allen Etagen, für Vorträge und Konferenzen steht High-End-Projektionstechnik zur Verfügung, und das integrierte, umfangreiche Rigging bietet nahezu grenzenlose Möglichkeiten für die Befestigung von Scheinwerfern, Videotechnik oder Dekoration. Die großartige Architektur des Gebäudes wird durch starkes Ambientelicht unterstrichen.

Die satis & fy AG sorgt im WECC als Exclusive und Preferred Partner für die technische und architektonische Eventumsetzung. Jährlich realisiert das Unternehmen zirka 500 Veranstaltungen. Zu den Projekten der Berliner Niederlassung zählen beispielsweise die Verleihung der Sterne des Sports im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Events für das Reiseportal Urlaubspiraten, für das Hotelportal HRS, den Automobilhersteller Rolls Royce oder die Abschlussgala der Mercedes Benz Fashion Week. Ebenso auf der Referenzliste stehen Festivals wie Berlin Atonal, das Musikfestival club transmediale sowie das Filmfestival Asian Hot Shots.

Neben dem WECC werden auch der Admiralspalast, das Museum für Kommunikation, das Museum für Naturkunde und die Eventlocation Motorwerk von den satis & fy Mitarbeitern betreut.
Die Betreiber planen, den Event-Space im Westhafen noch zu erweitern. „Wir werden zur Wasserseite auf dem Kran eine Terasse bauen und zusätzlich noch einen Bootsanleger, damit unsere Tagungsteilnehmer und Gäste per Schiff zu ihrem Hotel gelangen oder gleich eine Stadtrundfahrt unternehmen können“, kündigt Frederik Gehrmann an.
Weil der Kongreß- und Tagungsmarkt in Berlin nach wie vor wächst – im vergangenen Jahr reisten mehr als 11,5 Millionen Teilnehmer zu 137.500 Veranstaltungen in die deutsche Hauptstadt, sind die Betreiber des WECC optimistisch, von dieser Entwicklung profitieren zu können. Im weltweiten Ranking der International Congress und Convention Association (ICCA) lag Berlin 2016 an der Spitze, allein durch die mehr als 1.000 Veranstaltungen wie Europa- und Weltkongresse internationaler Verbände an der Spree. Laut Berlin Convention Office (BCO) generiert das Kongressgeschäft rund ein Viertel der 31 Millionen Hotelübernachtungen in Berlin.
Zu den Partnerlocations des WECC zählen das Ewerk Berlin, Funkhaus Berlin (siehe pma 4/2017), der Bärensaal im Alten Stadthaus, die Große Orangerie im Schloss Charlottenburg sowie der Postbahnhof am Ostbahnhof.

Bereits seit Anfang Juli ist 40secconds Catering übrigens exklusiver Partner des radio eins Pop-Up Restaurants im 14. Stock des rbb-Fernsehsendezentrums an der Masurenallee. Zum 20. Geburtstag des Senders gibt es dort ein halbes Jahr lang Livesendungen, Essen, Drinks und „die beste Aussicht der Stadt“. Bis Dezember können die Hörer und Zuschauer gemeinsam mit den Programmachern und Gästen gemeinsam Feiern und Genießen. Geboten werden von Montag bis Freitag Konzerte, Lesungen, Comedy und Kabarett.
Zu den prominenten Abendgästen auf der rbb-Dachterasse zählen Helge Schneider, der Schauspieler Lars Eidinger, Rainald Grebe und seine Kapelle, der Journalist und Autor Alexander Osang oder die Berliner Modedesignerin Esther Perbandt. Zudem sorgen radioeins-Allstars wie Lea Streisand oder Sarah Bosetti mit ihren Lesebühnen für beste Unterhaltung, moderiert werden die besonderen rbb-Jubiläums-Abende von Bettina Rust, Serdar Somuncu, Martin Gottschild und Tommi Wosch.

Diesen Beitrag können Sie übrigens auch in unserer pma-Ausgabe 06/17 nachlesen.


www.wecc.de