Christie bei der „rheinpartie“ mit von der Partie

Projektionen auf die Germania und die Ruinen Rheinfels versetzen Zuschauer ins Staunen.

Innovative Kunst ist nicht unbedingt das, was man in Rüdesheim erwarten darf, doch dank Helmut M. Bien sah das in den drei Tagen rund um den 3. Oktober 2009 ganz anders aus: Bien, ansonsten als künstlerischer Leiter der Frankfurter Luminale bekannt, konnte den Zweckverband Oberes Mittelrheintal und etliche Gemeinden und viele Künstler der Gegend motivieren. Rund um das Unesco Welterbe Oberes Mittelrheintal wurde das Festival der Projektionen und Medien „rheinpartie… auf zu neuen Ufern“ geboren. Mit von der Partie waren auch zwölf Projektoren von Christie.

 

 

Die totale Dunkelheit prädestinieren diese Gegend am Rhein hier ganz besonders für eindrucksvolle Projektionen", erklärt Bien die Auswahl der ausgesuchten Locations der "rheinpartie". Ganz dunkel ist es denn auch nicht, denn hoch oben an der Bergstation der Rüdesheimer Seilbahn umgibt gleißendes Licht das 38 Meter hohe Denkmal der Germania, die von hier oben über das Leben unten am Rhein wacht und als Denkmal zur Reichsgründung 1883 errichtet wurde. Steht man erst vor der gewaltigen Skulptur, erweist sich das helle Licht als präzise Projektion: Es ist die erste Arbeit des britischen Künstler Ross Ashton, der dafür eigens vom Pittsburgh Festival of Light gekommen ist, das im Vorfeld des G20-Gipfels für weltweites Interesse am Thema Licht und Projektion gesorgt hatte. Und auch seine nächsten Projekte sind nicht ohne, wie er erklärt: "Da geht es um eine Kathedrale in London, wo wir mit acht Projektoren arbeiten werden. Dann geht es weiter nach St. Andrews, wo wir drei verschiedene Gebäude bespielen werden. Dann folgt die Cambrige University, wo wir fünf Gebäude machen werden."

 

 

 

Ashton bespielt die Germania mit vier Christie Roadster S+20K-Projektoren der Firma E/T/C, die zudem auch Onlyview, die hauseigene Mediensteuerung mit an den Rhein brachten, eine eigens entwickelte Steuerung für große Multimedia-Produktionen. Ashton wurde bei seiner Arbeit am Rhein von dem E/T/C Programmierer Richard Braughter und dem Logistik-Manager Paul Highfield unterstützt. Drei Tage vor der Veranstaltung reisten die Briten bereits an, um alle Geräte wirklich optimal auf das komplexe Denkmal auszurichten. Und das gelang ihnen perfekt. Sie schufen eines der Hightlights der Rheinpartie.

 

 

 

Der absolute Höhepunkt der Rheinpartie aber und die einzige Veranstaltung, für die der Besucher Eintritt bezahlen musste, war die Projektion in der Burgruine Rheinfels hoch oben über dem Rhein auf der anderen Seite des Flusses. Dabei ahnt man gerade in diesem Fall zunächst nicht, was einen erwartet, weil hier der Innenhof der Ruine bespielt wird, von außen gab es nichts zu sehen. Doch umso größer war die Überraschung, wenn man durch das Hoftor trat: Acht Christie Projektoren waren auf der Burg im Einsatz, als Zuspieler kamen dabei Grass Valley Turbo iDDR Player undPandora's Box als Steuerung hinzu.

 

 

Fünf der acht Projektoren liefen im Inneren der Burg synchron: Es waren zwei Roadster HD18K, zwei Roadster S+16K und ein LX1500. Platziert wurden die Projektoren in vier eigens gebauten regengeschützten Türmen auf dem Burghof, und sie bespielen die komplette gewaltige und gewölbte Fassade der Burg. Die zwei lichtstärksten Projektoren, Christie HD18K mit jeweils 18.000 ANSI Lumen, projizierten dabei hochkant im Portrait-Format auf eine Bildbreit von insgesamt 25 Meter. Im Zugang zum Innenhof sorgten drei Christie LX 650, jeweils mit einem Player, für die Bilder an den Wänden der Burg.

 

 

 

Für die Technik verantwortlich waren die Schwetzinger Video-Spezialisten von unter der Leitung von Geschäftsführer Martin Kolb. Sein Team einigte sich vorab mit Skertzò auf die Projektoren, Auflösungen und Lichtleistungen. Die gesamte Feineinstellung realisierte Kolb gemeinsam mit seinem Team vor Ort in zwei Aufbautagen und –nächten.

 

 

 

Zum Einrichten der Projektoren arbeitete das rent4event-Team mit Skertzò noch mit den Pausenbildern auf dem dunklen nächtlichen Burghof, doch als die Bilder zu laufen begannen und die dazugehörige Tonanlage einsetzte, gab es unter den Zuschauern regelrechte Jubelszenen.

 

Foto-Copyright: Ralph Larmann

 

www.christiedigital.com