Bühnenbildner Jörg Schuchardt – Die Große Reise

Bühnenbild, Lichtgestaltung und Visualisierung – das sind die beruflichen Faktoren von Jörg Schuchardt, seines Zeichens Bühnenbildner, Lichtgestalter und Beleuchtungsmeister. 

Er ist der Mann, der dafür sorgt, dass alles im richtigen Licht stattfindet. Neben seiner Tätigkeit als Beleuchtungsinspektor am Staatstheater Stuttgart, ist Jörg Schuchardt auch bei vielen anderen Projekten mit involviert – und zusätzlich noch Dozent an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim. Dort hat er einen Lehrauftrag für szenische Lichtgestaltung. Die Lichtgestaltung für Theater- und Opernproduktionen, Show sowie Corporate Event führte ihn mitunter nach London, Sarajevo, Amsterdam, Vilnius und an die Opéra de Bordeaux und das National Theatre of Northern Greece in Thessaloniki.

Jörg Schuchardt ist viel unterwegs, hat viel zu tun und ist mit Herzblut bei jedem Projekt dabei. So auch bei der Theateraufführung „Die Große Reise“, welche am Puppentheater Gera ihre Premiere feierte. Aber hierbei handelt es sich nicht um ein standardmäßiges Bühnenstück, sondern um etwas Ausgefallenes, davor noch nie dagewesenes Spektakel.

Denn das Stück wird komplett in einem Viehwagon aufgeführt – einer, wie er auch im Dritten Reich für die Deportationen genutzt wurde. Das Publikum sitzt mitten im Geschehen, Sitzreihen mit einem schmalen Gang in der Mitte, lassen den Zuschauer komplett in das Stück eintauchen. Von außen hört man Fahrtgeräusche, als würde der Wagon sich in Bewegung setzen, Lichteffekte unterstreichen dieses Erlebnis zusätzlich.

Während des Stücks sind die Schauspieler nicht nur auf der Bühne zugange, sie wandern durch die Sitzreihen der Zuschauer, binden sie so mit in das Schauspiel ein.

„Die Große Reise“ – ein hautnahes Erlebnis

In dem Stück geht es um einen politischen Gefangenen des zweiten Weltkrieges, seine Erlebnisse und Eindrücke vom tagelangen Gefangenentransport ins Konzentrationslager. Die Zuschauer bekommen mit, wie er nach Antworten sucht, er teilt seine inneren Zerwürfnisse zwischen Wut, Empörung und Vergebung mit dem Publikum.

Eine erlebnisnahe Atmosphäre wird auf engstem Raum geboten. Es ist eine intensive und emotionale Erfahrung für das Publikum, welches die Gedanken und Gefühle des Kriegsgefangenen miterlebt.

Jörg Schuchardt arbeitete für dieses Theaterstück mit Vectorworks, um das Bühnenbild zu gestalten. Als die Idee, wie die Bühne aufgebaut werden soll, stand wollte Schuchardt es in eine konkrete Form bringen. Er beschloss, das Bühnenbild vollständig in 3D zu erstellen – um das Material, welches dafür benötigt wurde, kalkulieren und ein Modell bauen zu können. Schuchardt ist begeistert von den Möglichkeiten, die Vectorworks bietet, um seine Arbeit zu strukturieren und umzusetzen.

Den vollständigen Beitrag können Sie in unserer pma-Ausgabe 7/2019 nachlesen.

Fotos: Jörg Schuchardt

Foto: Jörg Schuchardt

Foto: Jörg Schuchardt