APPLAUS 2015: Jury zeichnet 25 Clubs der LiveKomm aus

Dieses Jahr wurde erstmals die Auszeichnung der Programmplanung unabhängiger Spielstätten, kurz APPLAUS, vergeben. Staatsministerin Monika Grütters hat knapp eine Million Euro für Live-Clubs bereitgestellt.

Am 12. Oktober 2015 veranstaltete die Initiative Musik gGmbH die APPLAUS-Preisverleihung in der Münchner Muffathalle. Die Jury hatte 64 Musik-Clubs für die Auszeichnung der Programmplanung unabhängiger Spielstätten, kurz APPLAUS, gewählt. Der In drei Kategorien vergab die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, den Preis für die Programme von Spielstätten aus 14 Bundesländern. In den beiden Jahren zuvor hatte man den APPLAUS unter dem Namen „Spielstättenprogrammpreis Rock, Pop, Jazz“ vergeben.

Grütters stellte für den Preis 905.000 Euro aus ihrem Haushalt zur Verfügung. 15 Preisträger in der Kategorie I, die Spielstätten mit regelmäßig mehreren Konzerten pro Woche auszeichnet, erhielten je 30.000 Euro. Darunter sind 10 Mitglieder des Live Musik Kommission e.V., auch LiveKomm genannt. Hauptpreisträger ist das Gebäude 9 aus Köln.

455.000 Euro für Kategorie II und III

In der Kategorie II sind 9 LiveKomm-Clubs unter den 21 Preisträgern, die für ihre Programme aus mindestens einem Konzert pro Woche mit jeweils 15.000 Euro prämiert wurden. Das UT Connewitz in Leipzig ist Hauptpreisträger.

Der Preis für Programmreihen mit mindestens zehn Veranstaltungen im Jahr ist mit 5.000 Euro für jeden Club dotiert. Die Summe erhielten auch 6 der 28 Preisträger, die im Bundesverband LiveKomm Mitglied sind. In der dritten Kategorie erhielt Zoglau3 Raum für Musik in Reut den Preis der Spielstätte des Jahres 2015.

Schützenswerte Kulturbetriebe

Olaf Müller, politischer Sprecher der LiveKomm, sagte: „Wir freuen uns über die Vielzahl an Preisträgerinnen und Preisträgern in diesem Jahr und möchten allen Gewinnern unsere besten Glückwünsche aussprechen.“ Der Preis gebe den Clubs mehr als eine finanzielle Unterstützung, er schaffe eine Öffentlichkeit für die Spielstätten, die in erster Linie schützenswerte Kulturbetriebe seien, fügte Müller hinzu.

Der Fokus der Jury liegt laut LiveKomm auf anspruchsvollen, trendsetzenden und kreativen Programmen. So sollen angemessene Konditionen für die ausübenden Künstler, der Anteil lokaler Bands sowie ein kulturell und konzeptionell ambitioniertes Programm gefördert werden. Die LiveKomm und die Bundeskonferenz Jazz sind Partner des Preises und beraten in der Steuerungsgruppe.

www.livekomm.org