20 Jahre digitale Audiotechnik von Yamaha auf Tour mit Portishead

Der experimentelle Stil der Band spiegelte sich auch in der innovativen Verwendung von Audio-Equipment wider. Auf der aktuellen Tour wurden vor allem Yamaha-Geräte beim Publikums-Mix miteinander kombiniert.

Schließlich wurden nicht nur ein PM5D und eine topmoderne DME64N-Mixing-Engine benutzt, sondern es kam auch ein 20 Jahre altes DMP7 zur Anwendung, jene achtkanalige Konsole, mit der Yamaha der erfolgreiche Einsteig in die Welt der digitalen Mischung gelang.  
 
 
Natürlich kann ein DMP7, einst seiner Zeit voraus, und bei den Triphoppern Submixer für Clive Deamers Schlagzeug, keinen wirklich amtlichen Sound für das 21. Jahrhundert liefern. Aber genau das macht es für Portishead auch so interessant.  
 
"Am Anfang war das mit dem DMP7 schon ein bisschen komisch, aber es funktionierte tatsächlich", so der FOH-Tonmann Rik Dowding, der fortfährt:  
 
"Portishead waren gar nicht auf einen kristallklaren Sound aus, es sollte durchaus etwas körnig klingen. Also wurden die Schlagzeug-Signale, die normalerweise direkt beim PM5D auflaufen würden, zunächst einmal in das DMP7 geschickt. Erst das auf dem alten Digitalpult herunter gemischte Stereo-Summensignal wurde dann zum Hauptpult weitergeleitet. Wir konnten am FOH-Platz also lediglich den linken und rechten Kanal des gesamten Schlagzeug-Kits bearbeiten." 

Ein weiteres wichtiges Detail des Tournee-Rigs war die separate PA-Anlage für Sängerin Beth Gibbons, die auf eine sehr innovative Weise durch das PM5D geroutet wurde. Gibbons hat einen sehr leisen Singstil. Um sicherzustellen, dass die Stimme nicht von der kraftvollen Band übertönt werden konnte, wurden zusätzlich zu den Frontfills Lautsprecher der d&b-Q-Reihe geflogen, während die Hauptband d&b-C4-Boxen verwendete.
 
"Die Musik ist sehr energiegeladen. Dafür zu sorgen, dass sich Beths grazile Vocals in einer Live-Situation noch klar gegen die Band durchsetzen, ist gar nicht so einfach. Separate Systeme zu benutzen, funktionierte jedoch sehr gut. Ehrlich gesagt, war dies unsere einzige Chance", erklärt Rik weiter.

 

Portisheads ungewöhnliche Kombination aus Yamahas ältester und neuester Digitaltechnologie funktioniert sehr gut - und das war nicht zuletzt so, weil neue und alte Geräre in der Lage waren, nahtlos miteinander zu kommunizieren.

 

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